46000 Besucher kamen 2013 / Publikumsmagnet war Ausstellung über "Brücke"-Maler Emil Nolde Kunstmuseum Moritzburg feiert Besucherrekord
Halle (dpa) l Fast doppelt so viele Besucher wie im Vorjahr sind 2013 in das Landeskunstmuseum Moritzburg nach Halle gekommen. Das sei ein enormer Erfolg, sagte die Sprecherin der Stiftung Moritzburg, Katrin Greiner. Rund 46000 Kunstinteressierte hätten bislang die verschiedenen Ausstellungen und Angebote besucht. Im Vorjahr seien es etwa 24000 Besucher gewesen.
Das diesjährige Erfolgsrezept habe aus einer Mischung aus neuen Ausstellungen, einer umgestalteten Dauerschau und dem Wirken des scheidenden Direktors Michael Freitag bestanden, sagte Greiner. Zu den Höhepunkten des Jahres gehörte die Ausstellung mit Werken des "Brücke"-Malers Emil Nolde.
Mit rund 27000 Besuchern sei "Emil Nolde. Farben heiß und heilig" die beliebteste Schau gewesen, berichtete Greiner. Große Bedeutung habe zudem die Sonderausstellung mit Werken des Expressionisten Karl Völker aus der Schmirmaer Kirche erlangt. Eine Stiftung sei durch die Schau auf die Deckenmalereien Völkers aufmerksam geworden und habe für die Restauration der Kunstwerke 7000 Euro gespendet.
"Wir sind auf einem guten Weg", resümierte Greiner. Zwar hätten in diesem Jahr die maroden Depots Sorgen bereitet, aber für die darin gelagerten Werke seien neue Räume gefunden worden. Insgesamt seien für die großen und kleinen Bauarbeiten in der Moritzburg in diesem Jahr rund 415000 Euro investiert worden. Zu dem sprunghaften Anstieg der Besucherzahlen hat laut Greiner maßgeblich auch die neu gestaltete Dauerausstellung beigetragen. Dem Besucher erlaube die aufgefrischte Anordnung der Arbeiten - aus etwa Expressionismus und Neuer Sachlichkeit - weite Blicke. Eine große Freude sei darin der Neuerwerb "Winterlandschaft im Erzgebirge" des "Brücke"-Malers Erich Heckel aus dem Jahr 1948.
Die Stiftung blickt bereits auf das kommende Jahr. Ab 1. März wird Thomas Bauer-Friedrich als neuer Direktor fungieren und Freitag damit ablösen. Er wolle zum einen an die erfolgreiche Sammlungs- und Ausstellungsgeschichte des Hauses anknüpfen, sagte Greiner. Gleichzeitig möchte der Kurator des Chemnitzer Museums Gunzenhauser neue Akzente in Halle setzen. Die Stiftung Moritzburg soll wieder stärker in den Fokus des nationalen und internationalen Interesses gerückt werden.