Im vergangenen Jahr bekam ich vom Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt einen mächtigen Brummschädel. Stimmt es, dass dies ein Zeichen für eine schlechte Qualität des Glühweins ist ?

Nicht nur, denn ein Brummschädel kann daher kommen, dass zuviel Glühwein auf einmal getrunken wurde. Auch beim Glühwein - die Deutschen trinken jährlich erstaunliche 40 Millionen Liter - gilt : In Maßen bleibt es ein Genuss.

Glühwein ist im Bürokratendeutsch ein " aromatisiertes weinhaltiges Getränk ". Und damit ist klar, dass seine Qualität ganz entscheidend von der Güte des Weins abhängig ist. Wer Glück hat, trifft auf einen Händler, der einen guten Spätburgunder, Portugieser oder Dornfelder zu Glühwein verarbeitet. Das taten übrigens schon die Römer, indem sie den Wein mit Zimt, Lorbeer, Nelken, Thymian oder Koriander anreicherten. Heute wird meist Anis, Kardamom, Muskat, Nelken, Piment oder Zimt genommen. Häufig allerdings kommt billiger Fusel mit reichlich Zucker in den Becher. Das kann zu Kopfschmerzen führen. Geradezu gesundheitsgefährdend ist es, wenn der Glühwein zu stark erhitzt wurde. Dann ( oder durch langes Warmhalten ) wird er braun. Frischer Glühwein ist intensiv Rot. ( rpr )