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Museum für polnische Judenretter eröffnet

18.03.2016, 10:29
Im Museum der polnischen Judenretter wird Menschen gedenkt, die ihr Leben für das Verstecken von Juden riskierten. Foto: Darek Delmanowicz
Im Museum der polnischen Judenretter wird Menschen gedenkt, die ihr Leben für das Verstecken von Juden riskierten. Foto: Darek Delmanowicz PAP

Markowa (dpa) - Erstmals ist ein Museum in Polen ganz der Geschichte der Menschen gewidmet, die während des Zweiten Weltkriegs versuchten, verfolgten Juden das Leben zu retten. Am Donnerstagabend eröffnete Präsident Andrzej Duda im südostpolnischen Markowa das Museum der polnischen Judenretter.

Der Ort ist nicht zufällig gewählt: In Markowa ermordeten deutsche Polizisten am 24. März 1944 das Ehepaar Jozef und Wiktoria Ulma, seine sechs Kinder und die beiden jüdischen Familien, denen das Ehepaar in seinem Haus Zuflucht gewährt hatte.

Obwohl im vom nationalsozialistischen Deutschland besetzten Polen die Todesstrafe auf Hilfe für Juden stand, setzten Tausende ihr Leben aufs Spiel, um bedrohten jüdischen Nachbarn zu helfen. Mehr als 6000 Polen wurden vom israelischen Institut Yad Vashem für ihr Engagement als Gerechte unter den Völkern mit der höchsten Ehrung des Landes ausgezeichnet.

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Eine Wand mit Namen derer, die während des zweiten Weltkrieges Juden gerettet haben. Foto: Darek Delmanowicz
Eine Wand mit Namen derer, die während des zweiten Weltkrieges Juden gerettet haben. Foto: Darek Delmanowicz
PAP