Kabinettausstellung wird am 9. September in Leipzig eröffnet Museum widmet sich ältestem Sohn von Bach
Leipzig (epd). Das Leipziger Bachmuseum widmet sich in einer Kabinettausstellung dem Leben und Schaffen von Wilhelm Friedemann Bach. Bis heute sei das Wirken des ältesten Sohnes von Johann Sebastian Bach nicht angemessen erschlossen, teilte das Museum gestern in Leipzig mit. Zeitgenossen hätten den Komponisten als "gründlichsten Orgelspieler", aber auch "etwas affektierten Elegant" beschrieben.
Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784) war fast 20 Jahre Musikdirektor der Marktkirche in Halle. 1764 fasste er den Angaben zufolge den Entschluss, als freischaffender Musiker auf Reisen zu gehen. Nach Konzerten in ganz Europa sei er verarmt, weil er keine Festanstellung mehr erlangte, hieß es. "Alt, ausgelaugt und verbittert" habe er seine letzten Jahre in Berlin verbracht.
Die Ausstellung unter dem Titel "Der hochbegabte, wunderliche Liebling des Vaters" will anhand von Dokumenten und Musikbeispielen Einblick in Bachs Werk geben, hieß es. Sie wird am 9. September im Bachmuseum eröffnet und ist bis 5. Dezember zu besichtigen.