Magdeburg l Unverwüstlich sind der Fön von AKA-Elektric („in jedem Haus zu Hause“), Dederon-Schürze und Narva-Lichterkette in der Magdeburger MWG-Museumswohnung. Unverzichtbar ist bei der Sommerfete am Sonntag ab 13 Uhr der passende DDR-Sound. Er kommt von zwei Schlager-Giganten: Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler.

Für das nimmermüde Erfolgsduo ist der Auftritt in der Hohepfortestraße in Magdeburg-Neustadt eine Rückkehr zu ihren musikalischen Wurzeln. Die gebürtige Wernigeröderin Monika Hauff und der aus der Salzwedeler Gegend stammende Klaus-Dieter Henkler begannen 1968 in der Elbestadt die gemeinsame Karriere – beim „Jürgen-Heider-Swingtett“. Schon im selben Jahr traten sie für die DDR während der Olympischen Sommerspiele im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt auf. International setzten sie noch eins drauf: Hauff & Henkler gewannen 1975 als erste deutschsprachige Künstler den Grand Prix de Paris. Ihr Siegertitel damals: „Als ich dich heute wiedersah.“

Ihren enormen Beliebtheitsgrad beim DDR-Publikum erlangten sie durch ihre Stimmungsmusik. Seit Jahrzehnten jagen sie nun schon die Affen auf die Bäume, weil der Wald gefegt wird. Dazu kommen Gassenhauer wie „Das war ein Meisterschuss“ „Keine Bange“ oder „Heut´ ist wieder Vollmond“, mit denen sie in jedem Saal der Republik das Publikum von den Sitzen holten und bei der Abschiedstour noch immer holen.

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Ihr musikalisches Repertoire ist freilich wesentlich breiter: Neben Schlager und Popsong gehören dazu Chansons, Folklore und Country. Diese Wandlungsfähigkeit half ihnen nach der Wende. DDR-Musik war von Stund an kaum noch gefragt. Die beiden entdeckten die USA. Einem ersten Konzert 1990 in New Jersey folgte ein Auftritt nach dem anderen. Vergessen haben die Ostdeutschen Hauff & Henkler aber nie: „Es ist schwer, loszulassen“, sagt Monika Hauff. Also wird wieder und wieder der Wald gefegt  ...