"The Wide, Wide River"

Filigraner Folk von James Yorkston and Friends

Zwischen Trauer und Euphorie changiert dieses Album. Der schottische Folkie James Yorkston überzeugt mal wieder mit Spielfreude und Sinn für Nuancen.

Nadja Hallström dpa

Berlin (dpa) - Der Schotte James Yorkston ist seit vielen Jahren eine feste Größe nicht nur in der britischen Folkszene. Dabei hat sich der 1971 geborene Sänger, Gitarrist und Songwriter immer wieder neue Partner und Wahlverwandte für diverse Projekte gesucht.

Sein neues Album "The Wide, Wide River" (Domino) hat der umtriebige James Yorkston, der auch schon als Buchautor hervorgetreten ist, mit seinem schwedischen Weggefährten Karl-Jonas Winqvist und dessen Formation The Second Hand Orchestra aufgenommen. In nur drei Tagen wurden die acht Songs des Albums eingespielt. Dabei wollte Yorkston nicht zuvie vorgeben, sondern ließ den Musikern ihre Freiheiten.

Entstanden ist so ein starkes, mit viel Gespür für Nuancen eingespieltes Folk-Album, dessen Musikalität und Spielfreude man sich nicht entziehen kann. Vom hymnischen "Struggle" über das innige Titelstück "Wide Rivers" bis zum melancholischen Finale "We Test The Beams" - "The Wide, Wide River" hält seine Spannung und überzeugt mit schön filigranem Neo-Folk.

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