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Musikschulen wollen frühere Unterrichtszeit

Von Jenny Schwerin 25.09.2013, 01:13

Magdeburg. Der Unterricht in den Musikschulen beginnt immer später durch die Umstellung des Schulsystems, auch in Magdeburg. "Durch das Ganztagsschulsystem bleiben die Schüler oft länger in der Schule", erläutert Helmut Keller, Leiter des Telemann-Konservatoriums in Magdeburg. Begann zuvor oft 13 Uhr der Musikschulunterricht, so fängt dieser mittlerweile wesentlich später an, erst wenn die Schule endet. Und dies ist oft nach 16 Uhr. Viele Eltern wollen dann aber nicht, dass ihre Kinder noch spät außer Haus sind. Eine Lösung für dieses Problem suchen die Musikschulen aus den Bundesländern, in denen das Ganztagsschulsystem länger besteht, schon lange. Eine zufriedenstellende Lösung ließ sich noch nicht dafür finden.

Betroffen sind von dem Problem oftmals auch die Kreismusikschulen. Im Gespräch mit diesen findet sich vielleicht eine Lösung. In vielen Fällen zuvor, betont Keller, ist dies gelungen.

Die verschobene Unterrichtszeiten in den Musikschulen, auch in ganz Deutschland, waren nur eines der Themen, die am Montag im Magdeburger Konservatorium erörtert worden. Dort trafen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Großstadt-Musikschulen zum Erfahrungsaustausch. Neben den Musikschulen aus Leipzig, Münster und Düsseldorf ist unter anderem auch das Magdeburger Telemann-Konservatorium in diesem Arbeitskreis.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei dem Treffen waren die oft sehr langen Wartezeiten. "Kein Kind sollte lange auf einen Platz an der Musikschule warten müssen", sagt Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen, von der Musikschule Münster. Auch in Magdeburg gab es lange Wartezeiten. Dies, so erklärt Helmut Keller, konnte damit gelöst werden, dass besonders Anfänger in Gruppen unterrichtet werden. "Dennoch gibt es Wartelisten. Die werden aber immer wieder überarbeitet, um die Wartezeit gering zu halten", sagt er. In der Regel sollte diese nicht länger als ein halbes Jahr betragen.