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Knapp 100 Radierungen und Lithographien / In Paris auf den Spuren des französischen Kubismus Quedlinburger Galerie zeigt neue Feininger-Ausstellung

16.07.2012, 03:27

Quedlinburg (dpa) l "Vom Karikaturisten zum Künstler" - eine neue Ausstellung in der Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg zeigt die künstlerische Entwicklung des Deutsch-Amerikaners. Am Sonntag wurde die Schau eröffnet, die bis 4. November zu sehen sein wird. Sie umfasst fast 100 Radierungen und Lithographien des Bauhaus-Meisters (1871-1956). Die meisten der Werke entstanden zwischen 1910 und 1912 nach Motiven aus Berlin-Zehlendorf, Heringsdorf, Balm und Neppermin auf der Insel Usedom. Aus dieser Schaffensperiode stammen auch die Feininger-Hauptwerke "Die grüne Brücke" und "Die Höhnenden". Beide sind in der Ausstellung zu sehen.

Auch Paris hatte einen großen Einfluss auf den Künstler. Von 1906 bis 1908 lebte Feininger in der Seine-Metropole. Hier habe er sich wichtige Anstöße für sein zeichnerisches Werk geholt, so die Galerie.

Feininger sei nach seinem Paris-Aufenthalt in der Lage gewesen, mit wenigen raschen Strichen das Wesentliche einer Person zu erfassen, sagte Galerieleiter Björn Egging. Weitere Impulse holte sich Feininger nach einem Paris-Aufenthalt um 1911, als er sich mit dem Kubismus anfreundete. Die französischen Avantgarde-Bewegung wurde um 1907 von Pablo Picasso und Georges Braque maßgeblich mitbegründet.

Die Exponate stammen aus der Sammlung des Quedlinburgers Hermann Klumpp. Nach seinem Tod gingen sie als Dauerleihgabe an die Galerie. Die Feininger-Galerie wurde 1986 eröffnet. Jährlich kommen etwa 13000 Besucher.