Lord of the Dance begeistert in Magdeburg mit präzisem Schritt, Lichtshow und irischer Musik Rasant und synchron in die Tanzschlacht
Für "Lord of the Dance" ist Magdeburg ein gutes Pflaster. Die irische Stepptanz-Show mit Kultcharakter begeisterte wieder einmal die Massen. Am Donnerstagabend erbebte die Getec-Arena vom Klack-Klack der Tänzer und vom jubelnden Beifall der Fans.
Magdeburg l Seit 1996 tourt "Lord of the Dance" durch die Lande. Die vom Erfinder Michael Flatley kreierte Show fasziniert ungebrochen. Das ist auch in Magdeburg im Jahre 2013 so.
Es ist die klassische Geschichte vom Kampf Gut gegen Böse, die die gut 40 Tänzer auf der Bühne ausfechten. Mit unbändiger Kraft, synchron vorgetragenen virtuosen Tanzschritten, deren rasanter Abfolge das Zuschauerauge kaum folgen kann, und in Kombination mit der mitreißenden Musik wird das Publikum in eine andere, in eine phantastische Welt gezogen. Eine parallel abgestimmte Licht- und Bildershow, die auf mehreren Leinwänden auf der Bühne läuft, verstärkt das sinnliche Erlebnis. Auch Feuer, Knall und Rauch sind im Repertoire der Show.
Höhepunkte des Abends sind natürlich die Tanz-Formationen. Die unglaubliche Präzision überwältigt. Wenn die Schritte klackern, den Takt der Musik verstärken, sie immer schneller und schneller werden, kann das Publikum nicht anders, als mit begeistertem Applaus sein Staunen und Entzücken zu bekunden.
Das Wort Perfektion darf bemüht werden
Die Guten und die Bösen - liefern sich "Tanzschlachten". Der Lord of the Dance und Don Dorcha nebst jeweiliger Kriegertruppe "Warlords" bzw. "Warriors" kämpfen um die Krone, besser um den güldenen Gürtel "Lord of the Dance", um den Titel des Besten - Mann gegen Mann, Truppe gegen Truppe. Die bösen Krieger machen mit ihren martialischen Uniformen und gruseligen Masken klar, dass mit ihnen nicht gut Kirschen essen ist. Wenn sie dann noch aggressiv zum Kampfe stampfen, wird jedem klar: Besser in Deckung gehen. Doch die Guten halten dagegen - in fröhlich-bunten Kostümen kommen sie daher und tanzen mutig gegen ihre Gegner an. Formationen und Solotänze - das Wort Perfektion darf bemüht werden. Kraftanstrengung bis an die Grenzen - mühelos scheint die Kunst vorgetragen, mit einem Lächeln auf den Lippen.
"Erholung" von den aufregenden Kampfesdarbietungen liefern zwei elfengleiche Mädchen, die mit ihrer schwungvollen Violinenmusik irische Melodien dem Publikum in Ohr und Herz bringen. "Little Spirit" - im schillernden Harlekinkostüm - flötet ins Geschehen. Die Balladensängerin sorgt für die schmachtenden Momente der Show.
Nach zwei Stunden ist alles vorbei - Das Gute hat gesiegt. Auftauchen aus dieser anderen, schillernden, mystischen Welt mit hinreißenden Tänzern, schöner Musik - folkoristisch bis poppig, farbenprächtigen Kostümen und phantastischer Pyro-Show. Das Publikum, längst von den Stühlen gerissen, bekommt im rauschenden Applaus eine Zugabe. Dann ist wirklich alles vorbei. Bis zum nächsten Mal - "Lord of the Dance" in Magdeburg!