Ratgeber: Optimale Raumakustik für das Home-Cinema
Ein Heimkino im eigenen Wohnzimmer - der Traum vieler. Wer sich diesen Luxus leisten möchte, sollte einige Dinge beachten. Das Thema Raumakustik spielt dabei eine große Rolle.
Laien unterschätzen oft, wie wichtig die Akustik für das Hörvergnügen im Heimkino ist. Wer sich über die finanzielle Seite keine Sorgen machen muss, wird bei der Planung und dem Aufbau des Home-Cinema-Systems einen Fachmann hinzuziehen. Aber auch ohne den Akustiker kann ein Surround-Sound gut gelingen. Es müssen allerdings einige Grundregeln beachtet werden.
Neutrale Akustik ist wichtig
Einen großen Anteil an der akustischen Qualität eines Raumes trägt die sogenannte Nachhallzeit bzw. das Abklingverhalten des Schalls. Sie ist dafür verantwortlich, ob der Zuschauer den Klang der Lautsprecher als dynamisch sowie klar und verständlich wahrnimmt, oder ob er ihn als dröhnend bzw. zu schrill hört. Im schlimmsten Fall verfremdet eine falsche Raumakustik die gewünschte Klangkulisse.
Um den auf der Disc gespeicherten Kinoton auch im eigenen Heimkino unverfälscht wiederzugeben, benötigt man eine möglichst neutrale Akustik. Stark nachhallende Räume, die Keramikfliesen oder Steinböden haben, sind genauso wenig geeignet wie ein übermäßig gedämmtes Zimmer. Zum Vergleich: Ein Kinosaal ist auch nicht ganz schalltot, sondern hat einen sehr kurzen und kontrollierten Nachhall. Die beste raumakustische Gestaltung findet zwischen den beiden Extremen statt: Man sollte den Raum ausreichend absorptiv halten, damit Geräusche besser zu orten sind. Außerdem ist es wichtig schallharte, mit Diffusoren versehene, Flächen einzuplanen.
Schaumstoff unterdrückt Reflexionen
Boden und Decke des Home-Cinemas sollten zur Eindämmung von unerwünschten Reflexionen aus dämpfenden Materialien bestehen. Um eine optimale Raumakustik zu erzeugen, bieten sich poröse Absorber an, wie zum Beispiel der Noppenschaumstoff von aixFOAM. Noppenschaumstoff gehört zu den klassischen Absorbern und ist äußerst vielseitig einsetzbar. Je nach Höhe erreicht der Noppenschaumstoff zwischen 400 und 1000Hz eine effektive Dämpfung.
Schallabsorber wie Schaumstoff wandeln die Schallenergie in der Luft in Wärmeenergie um und unterdrücken unerwünschte Reflexionen von Wänden. Außerdem verkürzen sie lange Nachhallzeiten. Die Absorber sollte man am besten dort aufstellen, wo die Schallenergie ihre schnellsten Bewegungen ausführt. Das ist bei circa einem Viertel der Schallwellenlänge vor der Wand. Neben dem Aufstellungsort sind die Stärke und die Beschaffenheit des porösen Absorbers von Wichtigkeit. Dabei sollte der Luftwiderstand des verwendeten Materials ausreichend groß sein. Für tiefe Frequenzen muss die Stärke des Absorbers groß genug sein.