Saalestadt rechnet mit 40000 Besuchern Reformation im Zentrum der Händel-Festspiele 2012
Halle (dapd) l Mehr als 1000 Künstler werden zu den Händel-Festspielen vom 31. Mai bis 10. Juni 2012 in Halle erwartet. Auf dem Programm der Festspiele in der Geburtsstadt des Komponisten Georg Friedrich Händel stehen mehr als 100 Veranstaltungen, wie die Festspieldirektion am Freitag mitteilte. Gerechnet wird wieder mit mehr als 40000 Besuchern. Als Schwerpunkt wurde das Thema "Reformation und Musik" ausgerufen.
Mit sechs Oratorien, drei Opern, szenischen Produktionen sowie mehreren Erst- und Uraufführungen versprächen die Festspiele wieder ein internationales Festivalereignis der Spitzenklasse zu werden, sagte der Intendant der Händel-Festspiele, Clemens Birnbaum. Dem Thema "Reformation und Musik" widmen sich die Händel-Festspiele laut Birnbaum in besonderer Weise mit der thematischen Reihe "Händel und die Konfessionen". Neben einem Konzert, das Händels Lehrer, dem protestantischem Kirchenmusiker Friedrich Wilhelm Zachow gewidmet ist, ertönt Händels einzige deutschsprachige Passionsmusik, die "Brockes-Passion".
In der wissenschaftlichen Konferenz, die während der Händel-Festspiele ausgerichtet wird, wird der Einfluss der Konfessionen auf das kompositorische Schaffen von Händel untersucht. Auch Händels Lehrer Zachow und dessen Kirchenkantaten werden anlässlich seines 300. Todestages Gegenstand der wissenschaftlichen Auseinandersetzung sein.
Der Händel-Preis geht im kommenden Jahr an Ragna Schirmer. Die Ausnahmepianistin sei eine herausragende Kulturbotschafterin für Händel und die Stadt Halle. Darüber hinaus widme sie sich zielstrebig der Nachwuchsarbeit, sagte Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD).