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Schau widmet sich Naumburger Meister

30.06.2012, 03:15

Naumburg (dpa) l Einen weiteren Einblick in die hohe Kunst der Steinbildhauer des Mittelalters gewährt die neue Dauerausstellung, die seit gestern im Naumburger Dom (Burgenlandkreis) zu sehen ist. Unter dem Titel "Weg und Werke des Naumburger Meisters" seien etwa 60 Exponate zu sehen, sagte ein Sprecher der Vereinigten Domstifter. Wertvolle Dokumente, Urkunden, Modelle und Repliken einzigartiger Kunstwerke der deutschen Kulturgeschichte gehören dazu. Dazu gehöre ein Abdruck von Figuren des berühmten Mainzer Lettners. Die Schau ist dem bis heute unbekannten Schöpfer der berühmten Stifterfiguren des Naumburger Doms gewidmet.

Erstmals sei in der Dauerschau, die auch multimedial die Entwicklung der Stadt in Szene setze, der Original-Wasserspeier "Kleiner Mönch" vom Westchor des Naumburger Doms zu sehen, sagte der Sprecher. Dieses Exemplar werde auch der Werkstatt des "Naumburger Meisters" zugeschrieben. Seine Spur führte nach Erkenntnissen von Experten im 13. Jahrhundert von Frankreich nach Deutschland. Nach der Ausbildung an nordfranzösischen Kathedralbauten in den Regionen Ile de France, Champagne und Picardie kam er mit seinem Werktrupp über Mainz nach Naumburg und bis nach Meißen.

Die neue Dauerschau folgt Sachsen-Anhalts Landesausstellung von 2011. Unter dem Titel "Der Naumburger Meister - Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen" waren dazu fast 200000 Besucher aus dem In- und Ausland gekommen.