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Roberto Albanese moderiert Gala-Abend beim großen "Dance-Festival" Turnier in Magdeburg statt Let\'s Dance im TV

29.11.2013, 01:06

Vom 6. bis zum 8. Dezember werden Profi- und Amateurtänzer bei einem "Dance Festival" in Magdeburg das Parkett in Beschlag nehmen. In das Turnier ist ein Gala-Abend eingebettet, der von Roberto Albanese moderiert wird. Karolin Aertel sprach mit dem aus der TV-Show "Let\'s Dance" bekannten Tanzlehrer übers Tanzen.

Volksstimme: Nach der großen "Dancing Highlights"-Gala im April nun ein "Dance-Festival". Was ist der Unterschied?
Roberto Albanese: Die "Dancing Highlights" waren ein reines Show-Event. Das "Dance Festival" ist ein dreitägiges Turnier, in das ein Gala-Abend ähnlich den "Dancing Highlights" eingebettet ist.

Volksstimme: Turnier?
Albanese: Ja, zum einen finden an den drei Tagen offene Turniere für Amateure in Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen statt. Zum anderen messen sich an dem Sonnabend Profitänzer im Rahmen des World Super Grand Prix.

Volksstimme: Die Profitänzer treten also während der Gala an?
Albanese: Nicht ganz. Die Vorrunden beginnen bereits mittags. Während der Gala finden die Semifinale und Finale statt.

Volksstimme: Wird man Sie an diesem Abend auch tanzen sehen?
Albanese: Nein, ich werde gemeinsam mit Joachim Llambi die Gala moderieren.

Volksstimme: Tanzen Sie gelegentlich noch selbst?
Albanese: Klar, ich betreibe mit meiner Frau Uta eine Tanzschule in Bremen. Wenn ich unterrichte, tanze ich natürlich auch selbst.

Volksstimme: Wird man Sie auch wieder in der TV-Show Let\'s Dance tanzen sehen können?
Albanese: Nein. Das schaffe ich zeitlich nicht mehr. Durch unsere Tanzschule, die Turniere und Veranstaltungen habe ich einfach zu viel zu tun.

"Durch die Tanzschule und Turniere habe ich für eine weitere Folge Let\'s Dance keine Zeit mehr."

Volksstimme: Sie trainieren nicht nur Profi-Tänzer, sondern bringen auch Anfängern das Tanzen bei. Haben Sie einen Tipp für die Frauen, die einen Tanzmuffel zu Hause haben?
Albanese: Na ja, wer nicht tanzen will, den wird man auch durch Tricks nicht dazu bringen können. Aber die richtige Musik ist manchmal das entscheidende Kriterium.

Volksstimme: Stimmt denn das Sprichwort: "Frauen müssen nicht tanzen können, Männer müssen nur richtig führen"?
Albanese: Nein, davon halte ich nichts. Tanzen ist etwas, auf das sich beide einlassen.

Volksstimme: Wie sind Sie zum Tanzen gekommen?
Albanese: Meine ersten Tanzerfahrungen habe ich mit acht oder neun Jahren beim Breakdance gemacht. Ich habe mir Electric Boogie im Fernsehen angeschaut und dem nachgeeifert. Dann war ich eine Zeitlang mit Kampfsport beschäftigt. Mit 15 bin ich dann in einer Disko von einem Mädchen angesprochen worden. Sie fand, dass ich gut tanzen könne und fragte, ob ich nicht in einen Tanzclub gehen wolle. Das habe ich gemacht und von da an wollte ich nichts anderes mehr machen.

Volksstimme: Können Sie sich an Ihren ersten Tanz erinnern?
Albanese: Oh ja, das war eine Rumba, einer der schwersten Tänze. Deswegen hat es vermutlich auch so sehr Spaß gemacht.

"Mein Lieblingstanz ist der Paso Doble - die tänzerische Interpretation des Stierkampfes."

Volksstimme: Haben Sie denn einen Lieblingstanz?
Albanese: Ich mag alle Lateinamerikanischen Tänze, besonders aber den Paso doble. Er ist sozusagen die tänzerische Interpretation des Stierkampfes - ein sehr stolzer und leidenschaftlicher Tanz.

Volksstimme: Haben Sie schon einmal so lange getanzt, dass Sie Blasen bekommen haben?
Albanese: Ja, wenn wir uns auf ein Turnier vorbereitet haben, tanzten wir manchmal neun Stunden. Da musste man halt die Zähne zusammenbeißen.

Volksstimme: Gibt es einen Tanz, den jeder beherrschen sollte?
Albanese: Man kann niemanden zwingen, der nicht tanzen will. Doch wenn es einen Tanz gibt, der recht einfach zu lernen ist und der auf viele Rhythmen passt, dann den Disco-Fox.