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Nach Davidstern-Skandal "Es tut mir leid": Gil Ofarim entschuldigt sich live im Fernsehen bei Hotel-Mitarbeiter

Nach dem Davidstern-Skandal entschuldigte sich Sänger und Schauspieler Gil Ofarim nun erstmals im Fernsehen in einem "Punkt 12"-Interview bei Hotelmitarbeiter Markus W. Auch in einem anschließenden "Exklusiv"-Interview zeigte er Einsicht und ging genauer auf den Skandal ein.

Von Tim Müller 12.02.2026, 12:32
Gil Ofarim ist der aktuelle RTL-Dschungelkönig. In einem Interview bei "Punkt 12" entschuldigte er sich nach dem Davidstern-Skandal nun erstmals im Fernsehen bei dem Hotelmitarbeiter Markus W.
Gil Ofarim ist der aktuelle RTL-Dschungelkönig. In einem Interview bei "Punkt 12" entschuldigte er sich nach dem Davidstern-Skandal nun erstmals im Fernsehen bei dem Hotelmitarbeiter Markus W. Foto: Imago/Bobo

Leipzig/Köln/DUR. – Es sind die Worte, auf die Millionen TV-Zuschauer während der vergangenen zwei Wochen des RTL-Dschungelcamps gewartet haben. In der RTL-Sendung "Punkt 12" holte Gil Ofarim genau das nun nach. 

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Live im Fernsehen entschuldigte sich Ofarim bei dem Hotelmitarbeiter Markus W., dem er fälschlicherweise Antisemitismus vorgeworfen hatte. Während des Dschungelcamps hatte Ofarim lediglich eine Entschuldigung gegenüber der Stadt Leipzig und dem Bundesland Sachsen ausgesprochen.

Gil Ofarim entschuldigt sich bei "Punkt 12" bei Hotelmitarbeiter aus Leipzig

Im Interview bei "Punkt 12" ließ es sich Moderatorin Katja Burkard nicht nehmen, Ofarim erneut auf die bislang im Fernsehen ausgebliebene Entschuldigung anzusprechen. Sie wollte von ihm wissen: "Ich würde dich einfach mal fragen: Kannst du denn sagen: 'Es tut mir leid' für das, was Markus W., dem Hotelmitarbeiter, durch dein Video widerfahren ist?"

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Ofarims Antwort: "Das habe ich gemacht, und das habe ich ihm persönlich auch selbst bei Gericht gesagt. Ich habe das Gefühl, dass das viele Menschen da draußen entweder gar nicht interessiert oder sie es immer wieder hören wollen. Ich habe das schon erledigt. Das war schon bei Gericht. Aber ich kann mich nur wiederholen: Für alles, was da passiert ist, und auch im Nachgang – es tut mir leid. Alles Weitere kann und darf ich nicht sagen."

Diese ausführliche Antwort überraschte nicht nur die TV-Zuschauer, sondern auch Moderatorin Burkard. Sie erwiderte prompt: "Gil, aber das hast du jetzt gesagt. Jetzt hast du ganz deutlich gesagt: Es tut mir leid."

Leipziger Hotelmitarbeiter äußert sich zu Vorwürfen von Gil Ofarim

Zuletzt hatte Hotelmitarbeiter Markus W. sein vier Jahre währendes Schweigen gebrochen. In einem Interview mit der "Zeit" sagte er zu dem Vorfall mit Ofarim: "Mir geht es nicht gut damit, wie er sich jetzt inszenieren konnte. Denn es hinterlässt bei mir den Eindruck, dass die öffentliche Wahrnehmung dieses Falles wieder kippt."

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Und weiter: "Die Staatsanwaltschaft hat Tatsachen ermittelt, die vor Gericht Bestand hatten. Gil Ofarim hat diese Tatsachen irgendwann bestätigt, indem er sich bei mir entschuldigte und das Video löschte. Nun habe ich den Eindruck, dass all das wieder infrage gestellt wird. Er inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin – und das ist schwer für mich."

Gil Ofarim: "Instagram-Video besser gar nicht erst gedreht"

Kurze Zeit nach dem "Punkt 12"-Interview äußerte sich Ofarim in einem weiteren Interview mit "Exclusiv"-Moderatorin Rebecca Mir erstmals konkreter zu dem Davidstern-Skandal.

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Nach einer weiteren Entschuldigung gegenüber allen Beteiligten betonte Ofarim, dass er die Zeit leider nicht zurückdrehen könne. Auf die Nachfrage von Rebecca Mir, was in den vergangenen fünf Jahren sein größter Fehler gewesen sei, sagte der Musiker: "Gut, das ist sehr naheliegend: die Art und Weise, und das Video zu posten – auf jeden Fall."

Rückblickend hätte er das Instagram-Video, in dem er 2021 die Anschuldigungen gegenüber dem Hotelmitarbeiter öffentlich gemacht hatte, nach eigenen Angaben besser gar nicht erst gedreht.

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Ofarim hätte "kein Problem" mit klärendem Gespräch

Auch auf die Frage nach einem klärenden Gespräch mit Markus W. ging Ofarim ein: "Wenn er es wollen würde, würde ich es machen, kein Problem." Was er dem Leipziger Hotelmitarbeiter sagen würde, ließ Ofarim jedoch offen: "Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht, weiß ich nicht."

Des Weiteren nahm Ofarim direkten Bezug auf die Aussagen von W. in dem Interview mit der "Zeit". Den Vorwurf, dass er sich als Opfer sehe, griff auch Moderatorin Rebecca Mir auf und fragte, ob der Musiker sich tatsächlich als Opfer sehe. "Nein, ich spreche einfach nicht mehr darüber", sagte Ofarim.

Was Gil Ofarim mit dem Dschungelcamp-Preisgeld vor hat

Auch zu den bislang an W. ausgebliebenen Schadensersatzzahlungen in Höhe von 20.000 Euro äußerte er sich. In Bezug auf sein Dschungelcamp-Preisgeld von 100.000 Euro sagte Ofarim: "Na, dann weißt du ja, wo die Kohle hingeht." Er wisse jetzt, was er zu tun habe, "und das tue ich auch", versprach er.

Er wolle nun "wirklich bei Null" anfangen. Sein Dschungelcamp-Sieg sei für ihn immer noch nicht greifbar: "Völlig verrückt, wie ein Fiebertraum."