Solidarität für Hotelmitarbeiter Nach Gil Ofarims Dschungelsieg: Influencer startet Spendenaktion für Markus W.
Ein emotionaler Appell des Influencers Sanijel Jakimovski hat eine Welle der Solidarität ausgelöst. Die Spenden sollen Markus W. helfen, der 2021 durch falsche Antisemitismus-Vorwürfe von Gil Ofarim in den Fokus der Öffentlichkeit geriet. Wofür er die Spenden nutzen möchte.

Leipzig. – Nach dem Sieg von Gil Ofarim im RTL-Dschungelcamp ist eine Spendenaktion für den Leipziger Hotelmitarbeiter Markus W. angelaufen. Der YouTuber und Influencer Sanijel Jakimovski rief dazu auf, Geld für den Mann zu sammeln, dem der Musiker 2021 öffentlich Antisemitismus vorgeworfen hatte.
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Der 37-jährige Hotelmitarbeiter hat sich nach dem Spendenaufruf nun selbst zu Wort gemeldet.
Spendenaktion nach Dschungelcamp-Sieg von Gil Ofarim
Nachdem das Thema im Dschungelcamp erneut aufgegriffen worden war und Ofarim im australischen Dschungel keine Reue gezeigt hatte, initiierte Sanijel Jakimovski jetzt einen Spendenaufruf. Ziel sei es, dass sich der betroffene Hotelmitarbeiter "gesehen, verstanden und geschätzt fühlt".
Der Influencer veröffentlichte später eine persönliche Nachricht von Markus W. auf seinen Social-Media-Kanälen und las sie in einem Video vor.
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Markus W. will Spenden an andere Organisationen stiften
In der Botschaft heißt es: "Hallo Sanijel, ich habe noch eine Bitte, die du gerne an die Community weitergeben darfst. Ich bin ein großer Freund von Transparenz – vor allem, wenn Menschen für einen Fremden Geld spenden."
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Weiter schreibt Markus W.: "Deshalb habe ich mir überlegt, wofür das Geld verwendet werden soll." Ein Teil der Summe solle an gemeinnützige Organisationen gehen, darunter "HateAid", die Betroffene von digitaler Gewalt unterstützt.
Auch der Leipziger Verein "Minilöwen Leipzig", der sich für Frühgeborene und schwer kranke Neugeborene einsetzt, soll bedacht werden.
Spenden für Markus W.: Dank an Unterstützer und Zusage zur Transparenz
Einen weiteren Anteil wolle er für "Zeit für mich und meine Familie, die zu jeder Zeit an meiner Seite stand", nutzen. Zum Abschluss schreibt Markus W.: "Richte den lieben Menschen, die dazu beitragen, bitte viele herzliche Grüße aus. Ich bin unendlich dankbar für den Zuspruch und weiß das sehr zu schätzen."
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Wie hoch die Spendensumme bislang ist, steht noch nicht fest, denn die Aktion läuft weiter. Initiator Sanijel Jakimovski sichert eine transparente Abwicklung zu: "Ihr könnt hundertprozentig davon ausgehen, dass er jeden Cent bekommen wird. Ich werde ihm das Geld überweisen und ihm auch die Kontoumsätze lückenlos zuschicken."
Spenden für Markus W.: Reaktion fallen gemischt aus
Die Zuschauer des YouTubers stehen klar hinter der Spendensammlung. "HateAid ist so eine wichtige Sache" oder "Diese Worte berühren mich sehr. Lieber Markus, ich wünsche dir und deiner Familie endlich Normalität und alles Liebe" kommentieren die Zuschauer des YouTubers auf Instagram.
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Aber nicht alle zeigen Solidarität für die Spende an Markus W. Einzelne Kommentare richten sich dagegen. Ein Nutzer findet die Aktion des Influencers "übertrieben": "Wenn ich wüsste das Markus W. Geldsorgen hätte: Ja. Wenn ich wüsste, er kann sich keinen guten Anwalt leisten: ja. Aber so find ich das - tut mir echt leid - übertrieben."
Andere kritisieren, dass das Geld auf ein Konto fließt, welches auf den Namen des Influencers läuft: "Spenden für Markus W. - schön und gut, aber doch nicht auf DEIN Konto! Das ist intransparent und unseriös." Darauf antwortete Jakimovski prompt, dass er das Konto extra angelegt habe und auch die Umsätze offen legen werde.