1. Startseite
  2. >
  3. Kultur
  4. >
  5. TV & Streaming
  6. >
  7. Fernsehen: Neuer Erzgebirgskrimi: Tote Zwillinge und ein Bunkerdrama

Fernsehen Neuer Erzgebirgskrimi: Tote Zwillinge und ein Bunkerdrama

Wer ermittelt künftig im Erzgebirgskrimi? Bei der beliebten Reihe bahnt sich Neues an. Doch zunächst gilt es den Tod zweier Brüder aufzuklären. Dabei gerät Kommissar Winkler erneut in Lebensgefahr.

Von Andreas Hummel, dpa 30.08.2025, 05:19
Karina Szabo (Lara Mandoki, l) und Robert Winkler (Kai Scheve) müssen die Identität der Leiche klären.
Karina Szabo (Lara Mandoki, l) und Robert Winkler (Kai Scheve) müssen die Identität der Leiche klären. Conrad Lobst/ZDF/dpa

Altenberg - Auf einer Baustelle werden menschliche Knochen gefunden, doch sonderlich vermisst hat den Toten offensichtlich niemand. Und Ermittlerin Karina Szabo (Lara Mandoki) geht den Fall im neuen ZDF-Erzgebirgskrimi wenig enthusiastisch an. „Was soll das hier werden: Ötzi im Erzgebirge“, kommentiert sie spöttisch. „Sieht für mich eher nach einer Ausgrabungsstätte aus und nicht nach einem Tatort.“

Dass die neue Folge der ZDF-Reihe heute Abend ab 20.15 Uhr sehr viel mehr Dramatik aufnehmen wird, lassen die zuvor gezeigten Szenen erahnen. Abgeschieden im Wald sind Hilfe-Rufe ihres Kollegen Robert Winkler (Kai Scheve) zu hören, der offensichtlich in einem verlassenen Bunker um sein Leben kämpft. Und auch der Schatten eines Erhängten wird als Vorgriff auf die weitere Entwicklung eingeblendet. 

Hilfe-Rufe aus Bunker: Kommissar Winkler dem Tode nah

Denn der Tote von der Baustelle bleibt nicht der Einzige, der gewaltsam ums Leben kommt, auch wenn sein Tod Jahrzehnte zurückliegt. Später wird der Trinker Holger Berthold (Jörg Westphal) erhängt in seinem Haus gefunden. Was wie ein Suizid aussieht, wird in der Rechtsmedizin entlarvt: Er hatte so viel Methylalkohol im Blut, dass er sich selbst gar nicht mehr hätte erhängen können, stellt Rechtsmedizinerin Elena Kulikova (Masha Tokareva) fest. Und das ist nicht alles: Beide Tote sind Geschwister, eineiige Zwillinge sogar. 

Die Suche nach dem Mörder der beiden führt die Ermittler in die Zeit vor dem Mauerfall. Damals waren die Brüder zusammen mit Bauunternehmer Kircheiß (Jörg Schüttauf), Gastwirt Uhlmann (Max Hopp) und Werkstattbetreiber Gerber (Jörn Hentschel) als Soldaten an der Grenze zu Tschechien stationiert. Doch was ist damals genau passiert?

Um das herauszufinden, sind die Frauen auf sich allein gestellt. Denn urplötzlich ist Kommissar Winkler wie vom Erdboden verschluckt. So muss seine Kollegin Szabo ohne ihn weiter ermitteln, wie immer unterstützt von Försterin Saskia Bergelt (Teresa Weißbach). Es ist ein Wettlauf mit der Zeit: Eingeblendete Szenen zeigen, wie der Kommissar dem Tod immer näher kommt. 

Abschied auf Raten: Ermittlerin Szabo verlässt Serie

Die neue Folge „Über die Grenze“ stimmt die Zuschauer darauf ein, dass bei dem erfolgreichen Samstagabendkrimi Veränderungen anstehen. Mandoki, die anders als Scheve schon seit der allerersten Folge 2019 dabei ist, wird ausscheiden. Wegen der Dreharbeiten für die Krimi-Reihe bleibe ihr zu wenig Zeit für andere Projekte, hatte sie jüngst in einem Interview in der „Freien Presse“ den Schritt begründet. „Aber ich möchte gern auch mehrere Seiten zeigen und in anderen Projekten mitwirken.“

Schon in der vorangegangenen Folge fehlte Ermittlerin Szabo mit ihren kecken Kommentaren, nun bewirbt sie sich um eine Stelle als Hauptkommissarin in Leipzig. Es wird ein Abschied auf Raten. Auch in den nächsten beiden bereits gedrehten Folgen sei sie noch dabei, heißt es von der Produktionsfirma auf Nachfrage. Wer tritt an ihre Stelle? Oder bekommen Försterin Bergelt und Rechtsmedizinerin Kulikova wie in der jüngsten Folge ohne Szabo mehr Gewicht? Dazu heißt es von der Produktion: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies noch nicht entschieden.“