Fernsehen Wolfgang Bahro rätselt über den Erfolg von Arztserien
Wolfgang Bahro wundert sich über die Beliebtheit von Arztserien – hat aber zumindest eine Theorie, warum so viele Menschen zuschauen. Er selbst ist nun ebenfalls in einem beliebten TV-Genre zu sehen.

Köln/Potsdam - Dem Serien-Schauspieler Wolfgang Bahro („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“) gibt der Erfolg von Arzt- und Krankenhausserien gewisse Rätsel auf. „Arzt- und Krankenhausserien sind extrem beliebt. Da frage ich mich schon, woran das liegt“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Es könnte sein, dass wir Deutschen ein bisschen hypochondrisch veranlagt sind“, erklärte der 65-Jährige mit einem Lachen. „Vielleicht schauen viele auch deshalb bei solchen Serien zu, um zu lernen oder um sich zu vergewissern: Bin ich krank oder bin ich es nicht?“
Bahro, geboren in Berlin, spielt seit 1992 den Anwalt Jo Gerner in der RTL-Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Der TV-Bösewicht gilt als seine Paraderolle. Am Dienstag (13. Januar, 20.15 Uhr, RTL und RTL+) ist er allerdings in einem anderen Genre zu sehen. In „Haveltod - Ein Potsdam-Krimi“ spielt Bahro einen Fallanalytiker, der einen Mord aufklären soll.
Den Erfolg von Krimis kann sich Bahro erklären. „Ich glaube, das liegt auch daran, dass man als Zuschauer nicht nur konsumiert, sondern mitdenken kann. Man rätselt mit, überlegt selbst, wer der Täter sein könnte, wie der Mord entstanden ist“, sagte er. „Das ist etwas anderes, als sich einfach nur berieseln zu lassen.“