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Sendung über Ostprodukte Sebastian Lege röstet "im nu"-Malzkaffee: So schneidet das DDR-Kultgetränk im ZDF-Check ab

Aus Mangel an richtigem Kaffee griffen in der DDR Millionen zu „im nu“ – dem kultigen Malzkaffee-Ersatz. In „Besseresser“ nimmt TV‑Koch Sebastian Lege den DDR-Klassiker auseinander. Dabei versucht sich Lege selbst an der Herstellung des Kult-Kaffees.

Von Tim Müller Aktualisiert: 03.02.2026, 13:16
Für seine ZDF-Sendung "besseresser" hat TV-Koch Sebastian Lege den Getreidekaffee "im nu" unter die Lupe genommen.
Für seine ZDF-Sendung "besseresser" hat TV-Koch Sebastian Lege den Getreidekaffee "im nu" unter die Lupe genommen. Screenshot: Youtube/ZDFbesseresser

Magdeburg/Halle (Saale). – Obwohl es heutzutage in jedem Supermarkt etliche Sorten Kaffee gibt, war dies nicht immer so. Gerade zu DDR-Zeiten herrschte akute Kaffeeknappheit – weshalb es Alternativen brauchte.

Eine davon bot die Kult-Marke "im nu" mit ihrem Kaffee-Ersatz auf Getreide-Basis. Für seine ZDF-Sendung hat sich "Besseresser" Sebastian Lege diesen einmal vorgeknöpft.

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Ausgebliebene Ernte: Wie der Malzkaffee „im nu“ entstand

Kaffee war in der DDR genau so beliebt wie im Westen. Doch er galt als absolute Luxusware. Anfangs bekam die DDR die Bohnen noch von der Sowjetunion. Damit war 1954 jedoch Schluss. Die DDR musste den Kaffee dann mit Westgeld teuer auf dem Weltmarkt einkaufen.

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Ende der 1970er herrschte dann eine akute Kaffeeknappheit wegen einer ausgebliebenen Ernte in Brasilien. Also versuchte die DDR-Regierung eine schnelle Lösung zu finden: Sie präsentierte den Kaffee-Mix, eine Mischung aus 50 Prozent Kaffee und 50 Prozent Ersatzstoffen wie Erbsen oder Getreide. Bei der Bevölkerung kam dieser jedoch gar nicht gut an und wurde höhnisch "Erichs Krönung" genannt.

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Gerste, Gerstenmalz und Roggen: Daher kommt das typische Aroma

Die Leute wollten jedoch weiter Kaffee trinken. Daher wurde der Kaffee-Ersatz "im nu" von der Marke "Röstfein" zu einer billigen Alternative. Für das ZDF zeigt "Besseresser" Sebastian Lege nun, wie dieser aus Getreide hergestellt wurde.

Zuerst weicht der Fernsehkoch Gerstenkörner zum Keimen in Wasser ein. Dadurch werden Enzyme aktiviert, welche die Stärke in den Körnern zu Malzzucker umwandeln. Anschließend trocknet Lege die Körner und entfernt die Keime.

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Übrig bleibt eine Mischung aus Gerste, Gerstenmalz und Roggen, die Lege in eine Rösttrommel gibt. Beim Rösten bekommen die Körner nicht nur ihre dunkle Farbe, sondern auch das typische Aroma. 

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Welche Vorteile bietet der Getreidekaffee für Kinder und Schwangere?

"Das riecht hier original wie Kaffee", so Lege während des Röstens. "Die waren schon pfiffig", stellt der "Besseresser" fest. Doch das Verfahren hat auch einen Nachteil: Durch das Rösten können geringe Mengen Acrylamid entstehen, welches im Verdacht steht, Krebs zu verursachen. 

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Obwohl normaler Kaffee ebenfalls eventuell Krebs erregt, hat der Malzkaffee einen anderen Vorteil: "Getreidekaffee enthält kein Koffein und ist daher eine gute Alternative für Schwangere, Menschen, die keinen Kaffee vertragen, oder Kinder", erklärt Dr. Britta Schautz von der Verbraucherzentrale Berlin. 

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Lege präsentiert stolz seinen Malz-Kaffee mit dem Namen "Ruck Zuck".
Lege präsentiert stolz seinen Malz-Kaffee mit dem Namen "Ruck Zuck".

In der Kaffeemühle mahlt Lege anschließend das Getreide fein, damit es beim Aufbrühen mehr Wasser aufnimmt. "Sieht etwas aus wie Schlammbrühe", so Lege währenddessen. Danach filtert er die Brühe mit einer XXL-French-Press.

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Abschließend sprüht Lege den Kaffee-Extrakt über eine Vorrichtung auf stark erwärmte Luft. Durch die Hitze entweicht die restliche Feuchtigkeit, Aroma und Farbe bleiben erhalten.

Sebastian Lege mit eigenem Malzkaffee: Wie schmeckt der Versuch?

"Da ist er", sagt Lege stolz und zeigt seinen Malzkaffee mit dem Namen "Ruck Zuck" in die Kamera. Und wie schmeckt der "Besseresser"-Malzkaffee? "Es riecht sehr ähnlich. Es sieht genau so aus", so Lege. Und weiter: "Der Geschmack ist schon anders, aber diese süße Note mit den Röstaromen kommt dem schon sehr nah."