Statistik des Deutschen Bühnenvereins William Shakespeare war der meistgespielte Autor
Köln (dpa). Wenig Bewegung in der Bühnen-Hitparade: Goethes "Faust" und Mozarts "Zauberflöte" waren auch in der vergangenen Spielzeit die beliebtesten Werke an den deutschsprachigen Schauspiel- und Opernhäusern.
Das zeigt die gestern in Köln veröffentlichte Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins für die Spielzeit 2009/2010. Die 42 verschiedenen Faust-Inszenierungen wurden von gut 115000 Zuschauern gesehen, die 55 "Zauberflöte"-Inszenierungen lockten fast 380000 Besucher an. Beide Werke hatten auch in der Vorsaison die Statistik angeführt. Meistgespielter Autor war Shakespeare mit 147 Inszenierungen.
Das gerade mit den Oscar-Preisträgern Kate Winslet und Christoph Waltz verfilmte Drama "Der Gott des Gemetzels" war mit 28 Inszenierungen erneut das meistgespielte zeitgenössische Stück. Nach Platz eins im Vorjahr kam das bitterböse Wortgefecht zwischen zwei Paaren, das die Französin Yasmina Reza geschrieben hat, diesmal unter allen Schauspielen auf Rang zwei.
Unter den zehn Stücken mit den höchsten Aufführungszahlen findet sich mit Astrid Lindgrens "Ronja Räubertochter" auch ein Kinderstück.