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Staatspräsident Schimon Peres zeichnet den Tenor Placido Domingo und den Dirigenten Simon Rattle aus Zwei Stars der klassischen Musik erhalten Wolf-Preis

12.01.2012, 04:22

Tel Aviv (dpa) l Der spanische Startenor Placido Domingo (70) und der britische Dirigent Simon Rattle (56) sind in Israel mit dem angesehenen Wolf-Preis ausgezeichnet worden. Dies bestätigte eine Sprecherin der Stiftung gestern. Sie teilen sich den mit 100000 Dollar (knapp 80000 Euro) dotierten Preis, der am 13. Mai von Staatspräsident Schimon Peres feierlich im Parlament verliehen werden soll. Domingo sei einer der größten Tenöre aller Zeiten, hieß es in der Begründung der Jury. Rattle, Dirigent der Berliner Philharmoniker, wurde für sein breites Repertoire und die hohe Qualität der musikalischen Ausführung gelobt. Die Wolf-Stiftung wurde 1978 von dem in Deutschland geborenen Erfinder, Diplomaten und Philanthropen Ricardo Wolf gegründet. Der Preis gilt im wissenschaftlichen Bereich als eine Art "Vorstufe" für den Nobelpreis. Er wird jedes Jahr in vier wissenschaftlichen Disziplinen und im Bereich der Kunst verteilt - in diesem Jahr waren es Physik, Chemie, Medizin, Mathematik und Musik. Im Bereich der Physik wurde der israelische Wissenschaftler Jaakov Bekenstein von der Hebräischen Universität ausgezeichnet. Die anderen fünf Preisträger in den wissenschaftlichen Sparten stammten aus den USA. Der deutsche Künstler Anselm Kiefer war 1990 mit dem Wolf-Preis ausgezeichnet worden. Er verwendete das Preisgeld zur Gründung einer eigenen Stiftung.