Konzert des Jugendblasorchesters Staßfurt /Ensemble feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen Zwischen St. Tropez und den Piraten der Karibik
Staßfurt l "I did it my way" intonierte das Jugendblasorchester Staßfurt am Samstagnachmittag im heimatlichen Salzlandtheater anlässlich seines diesjährigen Frühlingskonzertes. Als wäre dieser Sinatra-Welthit Programm, steht das heutige Jugendblasorchester für 50 Jahre Blasmusik an der Bode. Wie von der Vereinsvorsitzenden Kathrin Hätsch-Johannes zu hören war, wird dies im September mit einem großen Blasmusik-Fest gefeiert.
Grund zum Feiern haben der eingetragene Verein und seine 45 aktiven Mitstreiter genug, immerhin machen junge Leute seit 50 Jahren in ihrer Freizeit Musik; sie proben jeden Freitag zweieinhalb Stunden nach einer anstrengenden Schulwoche, getaner Arbeit, Lehre, Studium ... - und das mit großer Leidenschaft unter der engagierten Leitung von Jörg Buschmann, selbst passionierter Musiker.
Der Klang dieses Bläser-Ensembles lässt aufhorchen und reißt in jedem Fall das Publikum mit. Kein Wunder, sorgte Jörg Buschmann während des Konzertes durchweg für Plastizität und Dynamik. So gelangen "Le Gendarmes de St. Tropez" von Raymond Lefèvre, ein Dschinghis-Khan-Medley nach der Musik von Ralf Siegel und die "Pirates of the Caribbean" von Klaus Badelt besonders spritzig.
Ausgebildet werden die Kinder und Jugendlichen gestaffelt nach Altersgruppen durch erfahrene Musiklehrer aus Staßfurt und Magdeburg in Gruppen und im Einzelunterricht sowie in regelmäßig stattfindenden Workshops. Gute Kontakte bestehen auch zur Kreismusikschule des Salzlandkreises "Béla Bartók". Der ganz junge Nachwuchs wird in der "Bläserklasse" von Rainer Fiedler betreut.
Dass das Repertoire eine große schöpferische Bandbreite umfasst, bewiesen die jungen Musiker während der kurzweiligen musikalischen Weltreise am Sonnabend. Mit Stefanie Muthke und Kristina Günther an der Flöte sah man "Die beiden kleinen Finken" regelrecht durch den Saal flattern, Florian Borges Xylophon-Schlägel waren mit dem Auge kaum zu verfolgen und Patrick Voglaus Trompetenton geriet so sauber, dass die Zuhörer immer wieder aus dem Häuschen gerieten.
Es swingte und groovte, dass sich selbst zwei Esslöffel der Musik nicht entziehen konnten ("Löffelpolka"). Bis in die USA hat dieser Klangkörper seine musikalische Energie bereits getragen; möge nicht nur das "Steigerlied" noch vielen Generationen so viel Freude bringen.