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Nebel, Glätte und Co.: Fünf Tipps für sicheres Fahren im Herbst

Tagsüber noch milde Temperaturen, morgens und abends dann typisches Herbstwetter. Für Verkehrsteilnehmer heißt das: Fuß vom Gas und besonders aufmerksam sein.

Von Linda May van Bui 08.10.2021
Nebelschlussleuchten dürfen nur bei Sichtweiten von weniger als 50 Metern genutzt werden. Foto: Julian Stratenschulte/Symbol/
Nebelschlussleuchten dürfen nur bei Sichtweiten von weniger als 50 Metern genutzt werden. Foto: Julian Stratenschulte/Symbol/ dpa

Magdeburg/ DUR - Die tief stehende Sonne, Dunkelheit, Nebel, Wildwechsel, Schmutz und feuchtes Laub  sorgen in dieser Jahreszeit für neue Gefahren auf den Straßen. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gibt Tipps, um sicher im Verkehr unterwegs zu sein.

1. Vorsicht bei Nebel – nicht auf die Lichtautomatik verlassen

Sollte Nebel für eingeschränkte Sicht sorgen, dann ist es notwendig die Geschwindigkeit zu reduzieren, Abstand zu halten und das Licht anzuschalten. Nebelschlussleuchten dürfen übrigens nur bei Sichtweiten von weniger als 50 Metern genutzt werden, da sonst nachfolgende Verkehrsteilnehmer geblendet werden könnten.

Als Orientierung kann man den Abstand der Leitpfosten nutzen, denn dieser beträgt in der Regel 50 Meter. Auch saubere Scheiben - von innen und außen - garantieren den richtigen Durchblick.

2. Leuchtende Kleidung verringert das Unfallrisiko

Diesen Tipp sollten vorallem Fußgänger und Radfahrer beherzigen.  Die Sehschärfe beträgt bei schlechten Lichtverhältnissen nur noch etwa 20 bis 30 Prozent. Durch die früher einsetzende Dunkelheit erhöht sich so das Unfallrisiko – bei Autofahrern um 50 Prozent, bei Fußgängern sogar um 150 Prozent.

Ohne Schutz werden Fußgänger erst aus 25 Metern von Autofahrern erkannt. Ein Zusammenstoß ist vorprogrammiert. Während hellere Kleidung die Sichtbarkeit auf rund 40 Meter erhöht, helfen reflektierende Materialien noch mal deutlich besser. Bereits 130 Meter vorher werden Fußgänger dadurch erkannt. Eine Kleinigkeit, die Leben retten kann.

3. Wildwechselschilder ernst nehmen und vorausschauend fahren

Bricht der Morgen an, beginnt in der Natur die Nahrungssuche. Hirsche, Rehe, Wildschweine – sie alle sind besonders in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv und verirren sich immer wieder auch auf viel befahrene Straßen. Die Gefahr von Wildunfällen steigt. Am häufigsten – zu rund 90 Prozent – kommt es zu Kollisionen mit Rehwild.

Eine erhöhte Wachsamkeit ist also nötig, besonders dort, wo die Wildwechselschilder stehen. Lieber etwas langsamer fahren, um im Ernstfall noch rechtzeitig bremsen zu können. Sollte es dafür zu spät sein, auf keinen Fall ausweichen, dadurch bringt man sich selbst und andere in große Gefahr.

4. Vorsicht vor nassem Laub und Dreck

Besonders Landwirte können während der Erntezeit einen kleinen Teil ihrer Ladung verlieren. Verlorene Erdklumpen können besonders gefährlich. Auf nasser Fahrbahn sorgen sie für weniger Grip.

Auch dicke Laubschichten erschweren die Kontrolle über das Fahrzeug. Daher gilt: Geschwindigkeit drosseln und riskante Überholmanöver vermeiden.

5. Rechtzeitig an die Winterreifen denken

Wenn die Temperaturen unter sechs Grad fallen bieten Winter- bzw. Ganzjahresreifen deutlich mehr Sicherheit als Sommerreifen. Der Bremsweg verkürzt sich dank der Winterreifen teilweise um die Hälfte.

Zusätzlich besteht eine gesetzliche Pflicht zur Winterbereifung schon bei Reifglätte. Wird sich nicht daran gehalten, drohen Bußgelder und Punkte in Flensburg - im Falle eines Unfalls sogar der Verlust des Versicherungsschutzes.