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Post Eilige Postsendung: Was tun, wenn's schnell gehen muss?

Die Frist läuft bald ab und der Brief muss wirklich spätestens übermorgen da sein? Auf die normale Zustellung der Deutschen Post kann man sich dabei nicht sicher verlassen. Was jetzt hilft.

Von dpa 26.01.2026, 08:53
Geht schneller als der Standardbrief: Das Post-Einschreiben mit Einwurf ist allerdings auch teurer.
Geht schneller als der Standardbrief: Das Post-Einschreiben mit Einwurf ist allerdings auch teurer. Wolf von Dewitz/dpa

Bonn - Heute abgeschickt, morgen da? Das ist bei der Post spätestens seit Anfang 2025 Geschichte. Durchschnittlich 2 Werktage darf es mittlerweile dauern, bis ein Brief im Inland beim Empfänger ankommt. Wenn die Kündigung also pünktlich zur Frist noch zur Hausverwaltung soll oder der Widerspruch zum Amt, reicht die normale Post nicht und man muss andere Zustellwege wählen - die sind leider auch teurer. Ein Überblick:

Das Einschreiben: Die Qual der Wahl

Mit dem Einschreiben geht es schneller, so das Versprechen der Post. Die Zustellung erfolgt „in der Regel am nächsten Werktag“. Für das Einschreiben gibt es diese Kosten und Optionen:

  • Das Standard-Einschreiben für 2,65 Euro Aufpreis zum Briefporto (aktuell 95 Cent für einen Standardbrief). Es wird zügig zugestellt und gegen Empfangsbestätigung abgegeben. Die Post empfiehlt es für Kündigungen, Vertragsunterlagen oder den Versand von Gutscheinen und Tickets. Per Sendungsnummer lässt sich der Lauf des Briefs auch nachverfolgen.
  • Der Rückschein: Für weitere 2,20 Euro Aufpreis kann man noch den Rückschein buchen. Dann erhält man nach Zustellung einen von Empfängerseite unterschriebenen Bescheid, dass die Sendung auch erhalten wurde. Der mögliche Haken: Ist keiner da oder die Adresse ein Postfach, kann auch keiner den Empfang bestätigen.
  • Das Einschreiben mit Einwurf für 2,35 Euro Aufpreis ist die Empfehlung, wenn's noch zur Frist da sein soll, so die Post. Die Sendung wird in den Briefkasten geworfen und das wird dokumentiert. Der Haken hier: Sofern nicht nachweisbar ist, was in der Sendung war, ist ein Einwurf-Einschreiben in Streitfällen vor Gericht möglicherweise nicht der erhoffte sichere Beweis einer Fristwahrung. Die

Die Versandmarken für Einschreiben kann man bei der Post online kaufen und ausdrucken oder man kauft sie in der Filiale. Die vierte Form des Einschreibens, für Wertsachen, lässt sich nur persönlich in der Filiale buchen.

Und noch ein wichtiger Tipp zum Einschreiben: Wer es online selbst frankiert, sollte beim Einwurf in den Briefkasten darauf achten, dass der auch wirklich am selben Tag noch geleert wird. Im Zweifel in der Postfiliale abgeben und fragen, ob die Sendung heute noch raus geht.

Auch DHL stellt Dinge gegen Aufpreis schneller zu

Es muss kein Paket sein, damit DHL eine Sendung mitnimmt. Per Express-Versand stellt die Paket-Tochter der Post Sendungen - auch Briefe - am nächsten Werktag zu. Auf Wunsch auch vor 12, 10:30 oder 9 Uhr. Aber Achtung, der Service hat seinen Preis. Zusätzlich zum normalen Porto gibt es folgende Aufpreise:

  • 13 Euro online, 15,50 Euro in der Filiale für Sendungen bis 0,5 Kilogramm (35 x 25 x 3 cm)
  • 17 Euro online, 19,50 Euro in der Filiale für Sendungen bis 2 Kilogramm (35 x 25 x 10 cm)
  • Größere und schwerere Sendungen werden entsprechend teurer.
  • Zustellung vor 12 Uhr kostet 6,90 Euro Aufpreis.
  • Zustellung vor 10.30 Uhr kostet 21, 90 Euro Aufpreis.
  • Zustellung vor 9 Uhr kostet 49,90 Euro Aufpreis.
  • Eigenhändige Zustellung an den gewünschten Empfänger kostet 14,90 Euro.
  • Soll es am Samstag zugestellt werden, macht das 11,90 Euro Aufpreis.
  • Abholung beim Absender kostet zusätzlich 8 Euro.

Der Zustellprozess lässt sich per Sendungsnummer verfolgen. Die Express-Versandlabel kann man online oder in der Filiale buchen.