Blutkonserven fehlen Grippe, Impfung, Zahn gezogen: Wann geht Blutspenden wieder?
Husten, Schnupfen, Fieber: Wer krank ist, darf kein Blut spenden - und muss sich auch nach dem Infekt etwas gedulden. Wie lange? Und in welchen Fällen gibt es noch Wartezeiten? Ein Überblick.

Berlin - In Deutschland spenden derzeit nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu wenig Menschen Blut. Ein Grund neben Feiertagen und Winterwetter: Viele Menschen hat es erwischt, sie liegen etwa mit Grippe flach.
Wer an einer akuten Atemwegsinfektion leidet, kann vorübergehend kein Blut spenden, so der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. Und auch danach ist etwas Warten angesagt.
Solche Wartezeiten gelten übrigens auch in anderen Fällen. Sie dienen der Sicherheit der Spenderinnen und Spender sowie der Menschen, denen das Blut zugutekommen soll. Ein Überblick.
1. Was bei Infekten gilt
Es kommt darauf an, wie stark es einen erwischt hat:
- Wer einen leichten Infekt wie eine Erkältung hatte, muss nach dem Abklingen der Symptome eine Woche lang abwarten, ehe eine Blutspende wieder möglich ist. Darauf macht das Portal „blutspenden.de“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) aufmerksam.
- Bei einem Infekt mit Fieber hingegen, etwa einer Grippe, geht Blutspenden erst nach vier Wochen wieder. Auch hier läuft die Uhr ab dem Zeitpunkt, an dem alle Symptome abgeklungen sind.
Übrigens: Auch wer Antibiotika einnimmt, darf kein Blut spenden. Nach der letzten Dosis sind ebenfalls vier Wochen Wartezeit angesagt.
2. Was bei Impfungen gilt
Erst zum Impftermin, dann direkt zur Blutspende: Das geht nicht. Wie lange man warten muss, hängt von der Art der Impfung ab, wie das Portal „blutspenden.de“ erklärt:
- Bei Totimpfstoffen ist eine Blutspende in aller Regel am nächsten Tag wieder möglich - vorausgesetzt es entwickeln sich keine Krankheitssymptome. Dazu zählen zum Beispiel Impfungen gegen Grippe, Corona, HPV, Diphtherie, Tetanus, FSME oder Hepatitis A.
- Bei Lebendimpfstoffen gilt eine Wartezeit von vier Wochen. Beispiele sind die Impfungen gegen Gelbfieber, Röteln, Masern oder Mumps.
Übrigens: Wer als Prophylaxe nach einem Tierbiss eine Tollwut-Impfung bekommen hat, kann sogar erst nach zwölf Monaten wieder Blut spenden.
3. Was bei Zahnbehandlungen gilt
Zahn ziehen oder Wurzelkanalbehandlung: Solche umfassenderen Behandlungen in der Zahnarztpraxis führen ebenfalls zu einer Wartezeit von vier Wochen. Anders sieht es nach professionellen Zahnreinigungen oder Kontrollterminen aus: In diesen Fällen ist laut „Blutspende-Magazin“ des DRK schon am nächsten Tag eine Blutspende wieder möglich.
Ist Blutspende möglich? Das wird vor Ort gecheckt
Gut zu wissen: Jeder Blutspendetermin beginnt mit einer genauen Prüfung, ob man als Spender oder Spenderin infrage kommt. Wer vorab eine erste Einschätzung haben möchte, kann sich durch einen Check des DRK-Blutspendedienstes West klicken. Generelle Voraussetzungen für die Blutspende sind, dass man mindestens 18 Jahre alt ist und mindestens 50 Kilogramm wiegt.