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Steigende Temperaturen Frühling klopft an – wie Gartenfans jetzt Pflanzen schützen

Schneeglöckchen wagen sich raus, Tulpen zögern noch: Warum der Temperaturanstieg Gartenfans Hoffnung macht – und was jetzt beim Pflanzenschutz zählt.

Von dpa 20.02.2026, 11:46
Winterruhe im Garten: Schneeglöckchen und Christrosen setzen erste Farbtupfer, während die Natur noch ruht.
Winterruhe im Garten: Schneeglöckchen und Christrosen setzen erste Farbtupfer, während die Natur noch ruht. Martin Schutt/dpa

Münster - Kälte, Frost und immer wieder Flocken: Noch zeigt sich der Garten im Wintermodus. Die niedrigen Temperaturen und Schneefälle der vergangenen Wochen haben dafür gesorgt, dass die Natur weiterhin ruht, wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt.

Zwar setzen einzelne Arten bereits Akzente – hier und da blühen Schneeglöckchen, Christrosen und Lenzrosen. Auch einige winterblühende Sträucher wie Winterkirsche oder Schneeball stehen schon in Blüte. Insgesamt aber wartet der Garten noch auf den Frühling.

Doch das könnte sich bald ändern. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sollen am Wochenende die frostigen Nächte vorerst enden. Die Höchsttemperaturen steigen an und erreichen teilweise sogar zweistellige Plusgrade. Damit stellt sich langsam ein vorfrühlingshaftes Gefühl ein.

Und die klassischen Frühlingsboten? 

Bei Tulpen und Narzissen sind bisher meist nur zarte Blattspitzen zu erkennen. Auch Forsythien, Felsenbirnen und Zierjohannisbeeren haben ihre Blütenknospen noch nicht geöffnet. Das ist jedoch kein Grund zur Sorge.

Vielmehr ist das ein natürlicher Schutzmechanismus der Pflanzen, so die Landwirtschaftskammer NRW. Sobald die Temperaturen steigen und die Sonne stärker scheint, beginnen sie schnell und kräftig auszutreiben.

Primeln, Stiefmütterchen und Co. schützen

In Gartencenter, Baumarkt und Co. gibt es jetzt bereits Frühjahrsblüher wie Primeln, Gänseblümchen, Vergissmeinnicht, Hornveilchen und Stiefmütterchen zu kaufen. Wichtig: Sie kommen aus dem Gewächshaus und brauchen Schutz.

Angesichts der noch wechselhaften Temperaturen und der Gefahr von Nachtfrost sollten sie möglichst geschützt stehen – etwa in Hausnähe auf der Terrasse oder im Eingangsbereich. Auch vorgetriebene Zwiebelblumen im Topf können jetzt nach draußen.

Und wenn es doch noch einmal kalt wird?

Ist Frost angekündigt, kann man frostempfindliche Gewächse laut Naturschutzbund Deutschland (Nabu) einfach wieder in isolierendes Material einwickeln und den Topf auf einer isolierenden Unterlage platzieren. Alle Töpfe stellt man dann zusammen in eine Ecke der Terrasse oder des Balkons, die vor Wind geschützt ist.