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Frühjahrsputz Gut gereinigt: Umweltfreundliche Tipps fürs saubere Bad

Einmal ausmisten und reinigen, aber bitte umweltschonend: Wer das Bad auf Vordermann bringen will, muss nicht zu zig Reinigern greifen. Oft geht's auch mit Hausmitteln - und ein wenig Wissen.

Von dpa 19.02.2026, 11:28
Kalk entfernen leicht gemacht: Essig und Zitronensaft sind umweltfreundliche Alternativen zu chemischen Reinigern.
Kalk entfernen leicht gemacht: Essig und Zitronensaft sind umweltfreundliche Alternativen zu chemischen Reinigern. Christin Klose/dpa-tmn

Berlin/Potsdam - In Ihrer Badewanne oder Dusche hat sich Kalk abgelagert? Bevor Sie jetzt das Regal mit Reinigern in der Drogerie durchforsten, tut es womöglich auch der Gang in die Küche. Denn Kalk lässt sich umweltfreundlich und mit Hausmitteln entfernen: mit Essig und Zitronensaft.

Für einen reinigenden „Peeling-Effekt“ für die Badewanne oder Dusche rät der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) beide im Verhältnis 1:2 zu mischen und dann etwas Salz dazuzugeben. Nun alles mit einem Schwamm auftragen, 15 Minuten einwirken lassen und mit warmem Wasser abspülen.

Nahezu ein Alleskönner: Natron

Auch für Natron gibt es Einsatzorte im Bad: Gegen starke Verschmutzungen im Abfluss solle laut BUND etwa eine Mischung aus Essig und Natron helfen. Dafür drei bis vier Esslöffel Natron direkt in den Abfluss geben, anschließend mit einer Tasse Essig und etwa eine halbe Stunde später mit warmem Wasser nachspülen. 

Der Natron-Essig-Mix soll sich demnach übrigens auch gut zum Kloputzen eignen. Außerdem kann man mit Natron Gerüche und leichte Schmutzflecken auf dem Badteppich loswerden. Dafür das Natron in warmem Wasser auflösen, in eine Sprühflasche geben und auf den Teppich sprühen. Nun das Gemisch ein paar Stunden einwirken lassen und das Natron anschließend vom Teppich saugen.

Bei Reinigern auf Siegel achten

Den Abfluss können Sie laut BUND übrigens auch mit kochendem Kartoffelwasser von Schmutz befreien. Dafür einfach den übriggebliebenen Sud aus der Küche weiterverwenden. Und Fußböden aus Stein lassen sich der Aktion „Das sichere Haus“ (DSH) zufolge mit Wasser und einer Prise Kernseife reinigen. Anschließend mit klarem Wasser nachspülen - und mit einem saugfähigen Baumwolltuch trockenwischen.

Auf Putz- und Reinigungsmittel mit Inhaltsstoffen wie Natriumhypochlorit, Amyl Cinnamal, Galaxolid, und Isoeugenol sollten Sie laut BUND im Haushalt übrigens besser verzichten. Auch Limonene, Sodium Hypochlorite und Benzalkoniumchlorid sind demnach Inhaltsstoffe, die in Putzmitteln nicht unbedingt notwendig und eher problematisch sind. 

Wer neben Hausmitteln andere Reinigungsmittel einsetzen will, achtet dem BUND zufolge am besten auf Produkte mit Siegeln wie dem Blauen Engel oder dem EU Ecolabel. Sie sind demnach gute Anhaltspunkte für weniger bedenkliche Inhaltsstoffe. 

Auch das Ecocert-Siegel kann eine Orientierungshilfe sein: 95 Prozent der Inhaltsstoffe müssen dem BUND zufolge hier natürlichen Ursprungs sein. Und das Produkt darf keine Inhaltsstoffe aus Erdgas oder Erdöl enthalten. Künstliche Konservierungsmittel sind allerdings erlaubt - solange sie nicht über fünf Prozent der Inhaltsstoffe ausmachen.

Ausmisten - nur in die richtige Tonne

Wer den Badschrank reinigt, stößt womöglich auch auf allerlei alte Kosmetikfläschchen, die entsorgt werden sollen - und zwar möglichst so, dass sie recycelt werden können. Also wohin mit ihnen? Laut der Initiative „Mülltrennung wirkt“ gehören aufgebrauchte Parfums oder Aftershaves im Glasflakon und leere Gesichtspflege-Glastiegel in den Altglascontainer - sortiert nach den Glasfarben Weiß, Braun und Grün. Sind sie blau oder rot gefärbt, ist der richtige Entsorgungsort der Container für Grünglas. 

Leere Shampooflaschen und ausgedrückte Zahnpastatuben landen ebenso wie aufgebrauchte Wimperntusche oder leere Lippenstifthüllen aus Kunststoff in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack, einzelne Verpackungsbestandteile wie Drehverschlüsse mit Bürstchen oder Schraubdeckel aus Kunststoff und Metall - am besten getrennt davon - ebenfalls. 

Anders sieht das hingegen bei stumpfen Rasierklingen und ausgedienten Zahnbürste aus. Obwohl sie meist aus Kunststoff sind, gehört sie nicht in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, denn sie sind keine Verpackung, so die Initiative. Der richtige Ort für sie ist demnach der Restmüll. Spraydosen, die noch Reste von Rasierschaum, Deo oder Haarspray enthalten, müssen der Initiative zufolge sogar beim kommunalen Wertstoffhof oder im Sondermüll entsorgt werden. Der Grund demnach: Geraten sie zum Beispiel im Entsorgungsfahrzeug oder in der Sortieranlage unter Druck, kann es zu Bränden kommen.

Gut zu wissen: Leere Batterien etwa vom Bartschneider kommen nicht in den Hausmüll – sondern in dafür vorgesehene Sammelboxen, etwa in Supermärkten und Drogerien. Bringen Sie sie möglichst schnell dahin und lagern Sie die Batterien nicht zu Hause. Das empfiehlt etwa die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn Batterien können auslaufen und dann reizend oder ätzend wirken. Die Stadt Potsdam rät daher auch, Schraubgläser für alte Batterien zu nutzen: ein Glas für herkömmliche Batterien, ein Zweites für Lithium‑Batterien und Akkus.