Einstieg in League of Legends

Hertha BSC startet in der 2. Division der LoL Prime League

In der Szene war es schon länger ein offenes Geheimnis: Hertha BSC baut sein E-Sport-Engagement aus und steigt in League of Legends ein. Und es könnte sogar noch mehr werden.

Von dpa 13.01.2022, 14:51
Hertha BSC hat seinen Einstieg in League of Legends bestätigt.
Hertha BSC hat seinen Einstieg in League of Legends bestätigt. Andreas Gora/dpa

Berlin - Hertha BSC erweitert sein E-Sport-Engagement auf League of Legends. Wie der Hauptstadtclub am Donnerstag mitteilte, startet das Team in der zweiten Spielklasse der Liga für den deutschsprachigen Raum, der Prime League.

„Wir wollen durch die Erweiterung unserer E-Sport-Aktivitäten die jüngeren Zielgruppen auch in diesem Segment auf Hertha BSC aufmerksam machen und für unseren Verein begeistern“, sagt Daniel Milleg, Mitglied der Geschäftsleitung. Wie viel der Hauptstadtclub in das neue Team investiert, verrät er nicht - was üblich ist in der Branche.

Nächste League-of-Legends-Stars entdecken

Der Verein verfolgt in League of Legends ähnliche Ziele wie mit dem bisherigen Engagement in der E-Sport-Disziplin FIFA: Mit der Akademie sollen die künftigen E-Sport-Stars entdeckt und aufgebaut werden.

Milleg spricht von einer „Digitalisierung der Fußballkäfige“ - den Orten, in denen in Berlin neue Fußballtalente heranwachsen. Das Konzept passt zur Prime League, die auch als Talentschmiede für die Teams in der höchsten europäischen Spielklasse LEC gilt.

Die Mannschaft wurde mit dem Ziel aufgestellt, bald in die 1. Division der Liga aufzusteigen. Dafür hat Hertha sowohl Spieler mit Erfahrung, aber auch Neulinge unter Vertrag genommen. „Ich habe Ihnen unsere Pläne erläutert. Was für viele ein großer Wert ist: Dass man länger als Team zusammenarbeiten und etwas aufbauen kann“, sagt Christian „Mantik“ Kopf, der das Team mit aufbaut und schon bei etablierten deutschen E-Sport-Organisationen wie SK Gaming und Mouz gearbeitet hat.

E-Sport-Ökosystem bei Hertha

Hertha plant, ein eigenes E-Sport-Ökosystem aufzubauen. Neben LoL und FIFA könnten weitere Titel folgen. „Wir sehen E-Sport als Teil der Jugendkultur, der heute nicht nur fest etabliert ist, sondern eher noch weiter wachsen wird“, sagt Milleg und sieht darin auch eine gewisse Verantwortung. „Unsere E-Sportler sollen einen verantwortungsbewussten Umgang mit Gaming leben und vermitteln.“ Ausgeschlossen beim künftigen Engagement sind weiterhin Shooter wie Valorant, Call of Duty oder Counter-Strike.

League of Legends gilt als erfolgreichster E-Sport weltweit. Die Weltmeisterschaft, zu der sich Hertha allerdings zunächst nicht qualifizieren kann, erreicht über Videostreams ein Millionenpublikum.