Braunschweig (dpa) - Der frühere Zehnkampf-Star Frank Busemann hat die Atmosphäre bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Braunschweig als "irgendwie gespenstisch" bezeichnet.

"Ich war ja darauf vorbereitet, ist unsere einzige Chance, deshalb find' ich das hier gut", sagte der 45 Jahre alte ARD-Experte am Samstag zum Auftakt der Titelkämpfe ohne Zuschauer der Deutschen Presse-Agentur. "Aber gerade der erste 400-Meter-Hürdenlauf: Totenstille! So still, das war schon irgendwie gespenstisch."

Die Musik im Eintracht-Stadion kaschiere die ungewohnte Situation ohne Zuschauer etwas. "Ein Leichtathletik-Witz unter vorgehaltener Hand: Ist ja so wie immer", sagte Busemann grinsend. Die Athleten seien es gewohnt, vor wenigen Leuten Sport zu machen. "Jeder hat schon Landesmeisterschaften mitgemacht, die sehen genauso aus. Aber deutsche Meisterschaften haben einen besondern Stellenwert: Das war immer größer. Wenn da gar nix ist, ist halt nicht schön", erklärte der Olympia-Zweite von Atlanta 1996.

Fast 500 Teilnehmer starten bei den Titelkämpfen, die ohne Zuschauer und nach einem strengen Hygienekonzept stattfinden.

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Hygienekonzept des DLV für Braunschweig

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