Hambrg (dpa) - Früher verkaufte er in Brooklyn Drogen, heute finden sich seine Songs auf den Playlisten von Ex-Präsident Barack Obama: Jay-Z! Rapper, Geschäftsmann, Superstar. Heute wird der Ausnahmekünstler und Entrepreneur 51 Jahre alt.

Um sich herum hat Jay-Z über viele Jahre hinweg ein riesiges Imperium aufgebaut: Mode, Champagner, Immobilien, Kunst, Cognac, der Streaming-Dienst Tidal oder Anteile am Fahrdienst-Vermittler Uber - laut "Forbes" ist Jay-Z der erste Rap-Milliardär der Geschichte.

Musik hat bei ihm in diesem Jahr nicht die ganz große Rolle gespielt. Kein neues Album am Start und sein Musikfestival "Made in America" in Philadelphia wurde wegen Corona abgesagt. Es soll nun im September 2021 stattfinden.

Aber kein Jahr ohne neue Superlative: Vor kurzem konnte Jay-Z seine Grammy-Nominierungen auf 80 hochschrauben. Damit ist er zusammen mit Quincy Jones der absolute Grammy-Leader. Seine Frau Beyoncé, mit der der Rapper seit 2008 verheiratet ist, sitzt ihm allerdings mit 79 Nominierungen stark im Nacken.

Am 31. Januar soll die nächste Grammy-Verleihung über die Bühne gehen. Jay-Z geht mit drei Nominierungen ist Rennen, Beyoncé hat neun Preischancen in acht Kategorien.

Um Rassismus und Armut geht es nicht nur in den Songs von Jay-Z, der Rapper engagiert sich schon seit langer Zeit gegen Diskriminierung und sponserte beispielsweise Rechtshilfe für Fälle, in denen Schwarze von der Strafverfolgung benachteiligt wurden.

Und erst im Juni hat er zusammen mit Anwälten, Aktivisten und Opfern von Polizeigewalt Zeitungsanzeigen im Gedenken an den getöteten Afroamerikaner George Floyd geschaltet.

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