Berlin (dpa) - Er setzt sich für die Rettung der Bienen ein, fährt leidenschaftlich und viel Fahrrad, versucht aus Gründen des Klimaschutzes weniger Fleisch zu essen - und ganz "nebenbei" liefert Florian David Fitz auch noch einen Kino-Hit nach dem anderen ab.

An der Seite von Elyas M'Barek, Jella Haase, Frederick Lau, Jessica Schwarz, Wotan Wilke Möhring und Karoline Herfurth begeistert der Schauspieler die Kinozuschauer momentan mit dem Film "Das perfekte Geheimnis" von Bora Dagtekin ("Fack ju Göhte"), der bereits Anfang November die Millionen-Marke geknackt hat. Das sei der beste Kinostart eines deutschen Films im Jahr 2019, teilte Constantin Film mit. Inzwischen ist auch die 2-Millionen-Besuchermarke gefallen.

In der Gesellschaftskomödie geht es um sieben Freunde, die während eines Abendessens beschließen, alle Anrufe und Mitteilungen auf ihren Handys in dieser Zeit mit allen zu teilen. Ein lustiger Partyscherz, bei dem einige gut gehütete Geheimnisse offenbar werden - mit dramatischen Folgen.

Bei den "GQ"-Awards wurde "Das perfekte Geheimnis" gerade als Film des Jahres ausgezeichnet. Einen weiteren Preis gab es Florian David Fitz, der heute 45 Jahre alt wird, bereits am Anfang des Jahres, als er für die Komödie "100 Dinge" (2018), in der auch Regie führte, einen Jupiter Award bekam. Darin üben Fitz und Matthias Schweighöfer den Konsumverzicht.

Weitere Komödien-Volltreffer der jüngsten Vergangenheit, die den Star-Status von Florian David Fitz untermauerten: "Der geilste Tag" (2016), "Willkommen bei den Hartmanns" (2016) und "Der Vorname".

Er ist Schauspieler, Regisseur, Produzent - und Drehbücher schreibt Florian David Fitz auch noch. Das berührende Road-Movie "Vincent will Meer" (2010) stammt aus seiner Feder.

Fitz ist zudem in der Hauptrolle des trotzig-tapsigen Vincents zu sehen, der nach dem Tod seiner Mutter von seinem leistungs- und karrieregetriebenen Vater (Heino Ferch) in eine Klinik verfrachtet wird, damit er seine neurologische Krankheit (Tourette-Syndrom) in den Griff bekommt. Aus der Klinik flüchtet Vincent mit der magersüchtigen Marie (Karoline Herfurth) und dem zwangsneurotischen Alexander (Johannes Allmayer).

Ein gefühlvolles, witzig- melancholisches Werk: Und warum gerade das Tourette- Syndrom als Thema? "Mein Schauspiellehrer in Boston hatte das Tourette-Syndrom. Er erklärte schon in der ersten Stunde, dass er 'Ticks' haben könnte und wir nicht erschrecken sollen; das fand ich bewundernswert und ist so bei mir hängenblieben", sagte Fitz damals der Deutschen Presse-Agentur. Für seine schauspielerische Leistung wurde er unter anderem mit einem Bambi geehrt.

Für "Das perfekte Geheimnis" könnte es in der Kategorie "Film national" jetzt ebenfalls ein goldenes Rehkitz geben. Die glamouröse Gala findet am 21. November statt.