Berlin (dpa) - Gerade erst stand Karin Hanczewski für den zehnten "Tatort" aus Dresden vor der Kamera - in dem es diesmal besonders gruselig zugeht.

Ein Schloss mit morbidem Charme, eine verstörte jugendliche Zeugin und ein Mord sind die Zutaten für den Mystery-Thriller "Parasomnia", der laut MDR vermutlich 2021 ausgestrahlt werden soll.

Karin Hanczewski hat nach ihrer Schauspielausbildung von Anfang an viel Zeit und Energie in ihren Beruf gesteckt, auch wenn es sich nicht gleich ausgezahlt hat. "Ich hab angefangen zu drehen, aber meist ohne Bezahlung. Das prekäre Leben hält man eine Weile aus, aber irgendwann wird es zu viel", sagte die Schauspielerin der Zeitschrift "Superillu". Diese Zeiten liegen allerdings weit hinter ihr.

Aufsehen erregte Karin Hanczewski, die heute 38 Jahre alt wird, bereits mit ihrem Debütfilm "Marla" (2007). In der Tragikomödie spielt sie eine junge Frau, die sich ausgerechnet in den Mann verliebt, der sie als Junge einst durch einen Steinwurf verletzte.

Danach sah man die Schauspielerin bei "SOKO Wismar", dem "Tatortreiniger", "Ein Fall für zwei", "Notruf Hafenkante" oder auch "Jerks". Neben ihrer stetig steigenden Popularität im Fernsehen, hat Karin Hanczewski immer wieder auch Zeit für das Independent-Kino gefunden.

"Lotte" ist solch ein Film - finanziert durch Crowdfunding. Darin spielt sie eine ungewöhnliche Frau, die sich rastlos durchs Leben treiben lässt - bis eines Tages ihre Teenager-Tochter auftaucht, die sie als Kind weggeben hatte. Nur langsam nähern sich die beiden an.

Über ihre Rolle sagte sie dem "Libertine Magazin": "Lotte ist nicht wirklich greifbar, sie hat fast schon was Animalisches. Ich hätte die Rolle nicht spielen können, wäre ich nicht sicher gewesen, dass sie im Inneren sehr verletzlich ist." Tiefer kann man Gefühle kaum ausloten.