Berlin (dpa) - Für Schauspielerin Katja Riemann ist seit ihrer Kindheit Pippi Langstrumpf eine ihrer Heldinnen.

"Sie bekommt heute noch einmal eine richtige Bedeutung, in Zeiten wie diesen, in denen man die Frauen in ihrer Unabhängigkeit und Stärke, ihrer Klugheit und ihrem Witz entdeckt hat", sagte die 56-Jährige in einem Interview des Internet-Radiosenders "barba radio" (Samstag). "Die Idee von diesem elternlosen Kind hat mich nie verlassen."

Sie selbst habe als Mädchen lange geglaubt, ein Findelkind zu sein. "Ich war mir ganz sicher, dass meine Eltern nicht meine Eltern sind und meine Geschwister nicht meine Geschwister", erzählte die Schauspielerin ("Die Apothekerin", "Fuck ju Göhte", "Das perfekte Geheimnis") im Gespräch mit Barbara Schöneberger. "Ich dachte, es ist wirklich sehr nett, dass die so freundlich zu mir sind und mich aufnehmen."

Lange sei sie außerdem schüchtern und ängstlich gewesen und habe sich nie getraut etwas zu sagen. "Es war viele Jahre Arbeit, über meine Angst vor Menschen hinwegzukommen." Auch ihr Alter zuzugeben, ist ihr nicht immer leicht gefallen: "Ich hatte mal ein Verhältnis mit einem Mann, der 17 Jahre jünger war als ich", erzählte Riemann. "Ich habe gesagt, ich bin 40 und war aber schon 41 oder 42. Ich habe sehr lange gesagt, ich bin 40."