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VorhabenNaturerben kümmern sich in Vissum um die Natur

Der Vissumer Verein will auch in diesem Jahr seinen Erfolgskurs mit Pflanzen, Pflegen, Eulenmonitoring in Trafotürmen sowie Honigproduktion fortsetzen.

Von HELGA RÄßLER 17.01.2024, 14:51
Martin Fischer, hier bei einem gemütlichen Grillnachmittag, engagiert sich beim Naturerbeverein. Er hat mit dem Vorsitzenden Ulf Müller die Vorhaben für das Jahr 2024 plant.
Martin Fischer, hier bei einem gemütlichen Grillnachmittag, engagiert sich beim Naturerbeverein. Er hat mit dem Vorsitzenden Ulf Müller die Vorhaben für das Jahr 2024 plant. Archivfoto: Helga Räßler

Vissum/Kassuhn. - Das Treffen des Naturerbevereins Vissum auf dem Kassuhner Dorfplatz im Oktober und der Arbeitseinsatz zum Herbstaktionstag im November sind schon eine Weile her. Es herrscht auch bei den Naturfreunden Winterruhe. Aber schon jetzt orientiert der Vereinsvorsitzende Ulf Müller auf neu anstehenden Aktivitäten.

Aktionstag am 9. März

Als erstes steht der Frühlings-Aktionstag am Sonnabend, 9. März, auf dem Programm. 10 Uhr ist Treffpunkt am Feuerwehrgerätehaus in Vissum. Pflege- und Pflanzmaßnahmen sind angesagt, über die aber noch rechtzeitig informiert wird. Im weiteren Jahresplan stehen die monatlichen Treffen zu Gesprächen und Arbeiten in der Natur, eine Vereinsfahrt vom 31. Mai bis 3. Juni und der traditionelle Herbstaktionstag am 9. November.

Ulf Müller nahm die Aufstellung der Jahresübersicht auch zum Anlass für einen ersten Rückblick, bevor dazu ausführlich auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend, 26. April, Gelegenheit sein wird.

Dankeschön an Aktive

„Ich möchte diese Gelegenheit nutzen und mich bei den Vereinsmitgliedern und Helfern für ihr großartiges Engagement herzlich bedanken“, erklärte er. Besonders herausgreifen wolle er Burkhard Herfort und Dana Howald, die die Bienenvölker des Vereins bei Kassuhn betreuen und den Honig aus eigener Produktion herstellen.

Das eingespielte Eulenmonitoring erfolge mit dem tollen Team. Die Untere Naturschutzbehörde freue sich über die vielfältigen Daten zur Schleiereulen- und Turmfalkenpopulation.

Weitere Erfolge auf der Liste seien der Umbau des ehemaligen Trafoturms in Jeetze, mit dem es nun an die 30 solcher umfunktionierte Türme als Lebensraum für Höhlenbrüter gibt.

Das Flötgrabenprojekt bei Binde gehe weiter, ebenso Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Selbstständiges Arbeiten

Die Natur brauche diesen ehrenamtlichen Einsatz dringender denn je. „In Zeiten mit Krieg, Elend, ungebremsten Ressourcenverbrauch und Naturzerstörung weltweit fällt dieses Engagement manchmal ziemlich schwer“, schätzte er ein. Trotzdem riet er zu positivem Denken und weiteren Aktivitäten.

Auch außerhalb der aufgeführten Termine rechne er mit dem selbstständigen Arbeiten der Mitglieder und der Besetzung von Informationsständen auf diversen Veranstaltungen. Dafür seien immer Mitstreiter willkommen.

Positiv wirkt sich die Rückkehr von Martin Fischer als Bundesfreiwilligendienstleistender aus, der schon Erfahrung mit dem Vereinswirken hat, die Natur kennt und eigenverantwortlich agiert.

Im Gespräch war seit Herbst auch eine eventuelle Umstrukturierung der Vereinstätigkeit und eine verstärkte Digitalisierung von Dokumentationen.