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Investition geplantStraßenbau in Arendsee kostet jetzt 50.000 Euro mehr

Mehrfach ist schon der Ausbau der Straße Dessauer Worth in Arendsee geplant gewesen. Der Stadtrat muss entscheiden, ob das Projekt in diesem Jahr starten kann.

Von HELGA RÄßLER 11.01.2024, 06:45
Erneuten Anlauf zum Ausbau des Dessauer Worth in Arendsee nimmt die Stadt in diesem Haushaltsjahr.
Erneuten Anlauf zum Ausbau des Dessauer Worth in Arendsee nimmt die Stadt in diesem Haushaltsjahr. Foto: Helga Räßler

ARENDSEE. - Ist es der dritte oder der vierte Versuch, die Straße Dessauer Worth in Arendsee von einer Holperpiste mit desolatem Kopfsteinpflaster in eine ordentlich befahrbare Trasse zu verwandeln? Das weiß keiner im Luftkurort mehr eindeutig zu sagen. Aber Tatsache ist: Auch im Haushaltsplan für 2024 steht dieses Bauvorhaben. „Neu im Plan sind 50.000 Euro zusätzlich wegen der Kostensteigerung“, erklärt Bürgermeister Norman Klebe.

Haushaltsentwurf liegt vor

Ansonsten stehen für den ersten Bauabschnitt zwischen der Bahnhofstraße, Einfahrt Feuerwehrgerätehaus, und Kreuzung Feldstraße die 455.000 Euro aus den Vorjahresplanungen zur Verfügung.

Asphaltdecke, begrünte Seitenstreifen, Parkmöglichkeiten und Lampen sind vorgesehen. Mehrfach waren Ausbauvarianten vorgestellt und wieder verworfen worden. Noch nicht realisiert werden kann die Fortführung der neuen Straße bis zur Schul- beziehungsweise Mühlenstraße.

Ob das so durchgezogen werden kann, hängt von den Beschlüssen der Stadträte ab. Ihnen liegt der Haushaltsentwurf seit Weihnachten vor. Ebenso den Ortsbürgermeistern. Im Januar, Februar wird das Papier in den Fachausschüssen zur Diskussion gestellt. Ende Februar soll der Beschluss darüber im Stadtrat fallen.

Weiter feststehende Maßnahmen sind laut Plan die Beteiligungen an den Bundes- und Landesprojekten: An der B 190 durch Binde ist die Kommune mit 20.000 Euro beteiligt. An der L 10 durch Fleetmark, die Velgauer Straße zwischen dem NP-Markt und dem Ortsausgang gen Lübbars, mit 20.000 Euro in diesem, 300.000 Euro im nächsten und 260.000 Euro im Jahr 2026. „Da hatten wir ursprünglich nur die Hälfte vorgeplant, müssen aber wegen eines neuen Regenwasserkanals aufstocken“, machte Klebe klar.

Gerätehausbau geplant

Mehr Straßenbau sei nicht machbar, schilderte der Bürgermeister. Er sei froh, dass der Ausbau am Kastanienweg im Vorjahr über die Bühne gehen konnte. Insgesamt stehen für Investitionen im laufenden Jahr 1,086 Millionen Euro bereit, die Hälfte als Fördermittel.

Größtes Vorhaben ist neben dem Straßenbau der Gerätehausbau für die Fleetmarker Feuerwehr. 1,7 Millionen Euro werden dafür benötigt. 750.000 Euro sind Fördermittel, der Rest Eigenmittel. „Nicht alles fließt 2024, sondern ein Teil auch erst 2025“, sagte Klebe. Die Ausschreibung erfolgt im ersten Quartal dieses Jahres.

Im Bereich Brandschutz ist noch vorgesehen, 20.000 Euro für Sirenen, 20.000 Euro (plus 50.000 Euro aus 2023) für ein Löschfahrzeug der Wehr Sanne-Kerkuhn und 300.000 Euro (Fördermittelzusage angekündigt) für ein Auto für die Wehr Kaulitz auszugeben.

Endlich auf den Weg gebracht werden soll der geplante Flachspiegelbrunnen Thielbeer für 90.000 Euro, um die Löschwasserversorgung in dem Bereich besser abzusichern.

Weitere 480.000 Euro fließen ebenfalls nach Fleetmark – für die Elektroarbeiten im Erdgeschoss der dortigen Grundschule. Damit sind die seit Jahren andauernden Sanierungsmaßnahmen in Brandschutz, Bausubstanz und Sanitäranlagen abgeschlossen.

208.000 Euro (Mittel aus einem Programm einstiger DDR-Massenorganisationen) sind bereits in den Sportparcours im Arendseer Stadtwald, der kurz vor der Einweihung steht, investiert.

In die Technik des Wirtschaftshofes fließen 25.000 Euro.