Magdeburg/Gommern l Wie schnell wäre das Ultraleichtflugzeug an der Ostsee? „In einer Stunde!“ Pepe wusste die Antwort sofort. „Dann ist man schon am Strand“, bestätigte Markus Winkler. Zum Wandertag hatte er die Klasse 3 seines Sohnes auf dem Flugplatz in Magdeburg begrüßt. Die Flugschule Magdeburg und der Segelfliegerklub hatten den Besuch der Gommeraner Grundschüler ermöglicht. Klassenlehrerin Jane Malewski und einige Eltern begleiteten die Drittklässler an den Rande Magdeburgs.

Warum braucht der Propeller seine spezielle Form? Womit sind die Flügel des Ultraleichtflugzeugs bespannt? Wie viel Personen dürfen in dem kleinen Flugzeug mitfliegen? Diese und viele Fragen mehr beantwortete Markus Winkler an der C 42, die mit ihren 270 Kilogramm wesentlich leichter als ein Auto ist.

Aufmerksame Zuhörer

Er führte den Schülern vor, wie sich Quer-, Höhen und Seitenruder betätigen lassen. „Und für ein Looping?“, erkundigten sich die Kinder. „Loopings kann man nur mit Flugzeugen fliegen, die für Kunstflüge ausgelegt sind.“ Für Kunststücke müsse man ein sehr, sehr guter Pilot sein, erklärte er den Drittklässern, die ihm aufmerksam zuhörten.

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Noch nicht alle Jungen und Mädchen sind schon einmal selbst geflogen. Andere wussten genau, wie viele Stunden das Flugzeug bis in die Türkei oder nach Mallorca benötigt.

Lucy konnte gleich erklären, wie sich Knoten in Kilometer pro Stunde umrechnen lassen. Wie wichtig es für den Piloten ist, über Wind und Wetter vor dem Start Bescheid zu wissen, konnten sich die Jungen und Mädchen gut vorstellen. Gemeinsam mit Markus Winkler sahen sie hinüber zum Windsack an der Startbahn. Er erklärte ihnen, was ein Pilot daran ablesen könne.

Eigenes Rettungssystem

Die Schüler waren beeindruckt, dass die C 42 über ein eigenes Rettungssystem verfügt, das im Notfall das Flugzeug per Fallschirm zu Boden gleiten lässt. „Jedes Flugzeug hat wie ein Auto ein Namensschild“, sagte Markus Winkler und stellte den Kindern das Piloten-Alphabet von A wie Alpha bis Z wie Zulu vor. Er zeigte ihnen die Checkliste, die ein Pilot vor dem Start kontrollieren muss, und ging mit ihnen den Funkkontakt zwischen Pilot und Tower durch, bis Starterlaubnis erteilt werden kann.

Im Anschluss lernten die Gommeraner Grundschüler, wie Segelflugzeuge in die Luft steigen.