Kranzniederlegung

Burger ehren Carl von Clausewitz anlässlich seines 241. Geburtstages

Mit einer Kranzniederlegung und Ansprachen wurde auf dem Ostfriedhof an den 241. Geburtstag des Burger Militärstrategen Carl von Clausewitz gedacht.

Von Von Mario Kraus
Joachim-Friedrich von Witten (rechts) und Rolf-Reiner Zube (vorn rechts) hielten anlässlich des 241. Geburtstages von Carl von Clausewitz auf dem Ostfriedhof die Gedenkreden.
Joachim-Friedrich von Witten (rechts) und Rolf-Reiner Zube (vorn rechts) hielten anlässlich des 241. Geburtstages von Carl von Clausewitz auf dem Ostfriedhof die Gedenkreden. Foto: Mario Kraus

Burg - Der 241. Geburtstag von Carl von Clausewitz war Anlass für ein Gedenken mit Kranzniederlegung am Grab des bekannten Militärreformers auf dem Ostfriedhof. Im Beisein von Vertretern aus Vereinen, des Stadtrates und der lokalen Politik, darunter Landrat Steffen Burchhardt (SPD) und der designierte Bürgermeisters von Burg, Philipp Sievert, wurde an die weltweit anerkannten philosophischen Lehren und Strategien von Clausewitz erinnert. Der Leiter des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr, Joachim-Friedrich von Witten, stellte in diesem Zusammenhang das besondere Werk von Marie von Clausewitz, die Ehefrau des Militärs, in den Vordergrund. Ohne ihre Tatkraft, sein bedeutendstes Werk „Vom Kriege“ nach dem Tode ihres Gatten zu verlegen, „würden wir möglicherweise gar nicht hier auf dem Friedhof stehen“, sagte von Witten. Sie war es, die ab 1831 insgesamt neun Bücher nach und nach für die Öffentlichkeit zugänglich machte. „Das ist eine bemerkenswerte Leistung in einer Zeit, in der vieles in Männerhand war“, betonte der Oberstleutnant der Reserve.

Erinnerung an Clausewitz-Preisträger Prof. Peter Paret

Den großen Bogen zur Gegenwart schlug der Kustos der Burger Erinnerungsstätte, Rolf-Reiner Zube. Er würdigte noch einmal Prof. Peter Paret, dem Ende Mai postum der Clausewitz-Preis verliehen wurde und den seine Tochter Aimeé mit ihrem Mann entgegen nahm. Prof. Paret habe sich zeitlebens dem Leitspruch des Philosophen der deutschen Aufklärung, Immanuel Kant („Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“), verpflichtet gefühlt und in seiner Reflexion zu Clausewitz das freie und kritische Denken geprägt. „Sein wohl bekanntestes Werk über Clausewitz, ,Clausewitz und der Staat' ist inzwischen eine einzigartige biographische und ideengeschichtliche Studie über den Militärphilosophen“, sagte Zube. Nicht von ungefähr hat die Bundesrepublik Prof. Paret das Verdienstkreuz Erster Klasse und 2013 das Große Verdienstkreuz verliehen.

Wie gerührt Aimeé Paret über die Ehrung in Burg war, hat sie jetzt Rolf-Reiner Zube in einem Brief mitgeteilt. In Amerika wolle sie nun die Bücher ihres im September 2020 verstorbenen Vaters sortieren. Dazu schreibt sie: „Selbstverständlich werden wir ein Auge auf das Clausewitz-Material halten, das in Burg gut aufgehoben wäre.“