Ihleburg l Zumindest in einem sind sich alle einig: Es muss ein neues Feuerwehrgerätehaus her für die Ihleburger Kameraden. Das scheint aber auch das Einzige zu sein,bei dem Einigkeit herrscht.

Wenn man allerdings die Wortmeldungen in der jüngsten Ortschaftsratsitzung hört, streiten sich dort die Lokalpolitiker, anscheinend ohne mit den Kameraden der örtlichen Wehr selbst Rücksprache gehalten zu haben. Denn diese wirkten, anders als die Politiker, bei der Sitzung sichtlich entspannt und lösungsorientiert.

Neuer Entwurf

Bürgermeister Axel Rojahn kündigte einen neuen Entwurf für ein Gerätehaus zwischen Gemeindehaus und Kita an. Das Gerätehaus würde hinter dem Dorfgemeinschaftshaus, an Stelle eines noch abzureißenden Gebäudes entstehen, wie auch schon im ersten Entwurf angedacht. Anders als beim ersten hätte das Objekt aber zwei Stellplätze statt einem und im Obergeschoss zwei Gruppenräume, WC und Umkleide im Obergeschoss. Im ersten Entwurf war auch das noch anders. Und der Clou: Diese Variante wäre 20 000 Euro günstiger als der erste Entwurf.

„Wir als Kameraden können gegen so einen Entwurf nichts sagen. Wenn es dann wirklich mal eine größere Versammlung geben sollte, können wir ja immer noch ins Dorfgemeinschaftshaus ausweichen. Aber wie oft wird das sein?“, kommentierte der derzeitige kommissarische Ortswehrleiter Rene Endert den Entwurf.

Keine Präsentation

Da der zweite Entwurf noch nicht offiziell ist, wurde zwar über ihn gesprochen, präsentiert wurde er der Öffentlichkeit allerdings nicht. Nur die Ratsmitglieder konnten ihn im nichtöffentlichen Teil einsehen.

Obwohl die Kameraden sich so lösungsorientiert zeigten, gab es wieder Stimmen gegen den Plan. Denny Bardehle (Fraktion Freie Wählergemeinschaft Endert JL-Burg) monierte erneut den Platz, denn er und andere Ihleburger würden ein Grundstück an der Chausseestraße, gegenüber der alten Feuerwehr bevorzugen, das aber angekauft werden müsste. Bardehle hat Sicherheitsbedenken gegen den Plan, das Gerätehaus zwischen Gemeindehaus und Kita anzusiedeln: „Es muss alles genau geplant und bedacht sein. Was ist, wenn Leute, die im Dorfgemeinschaftshaus feiern, die Ausfahrt zuparken? Oder ob beim Ausrücken aus dem Haus das Fahrzeug beim um die Kurve biegen nicht gegen einen Laternenpfahl schießt?“

Ortsbürgermeister Rojahn betonte an der Stelle nochmal, dass Burgs Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) den Kauf eines Grundstücks für einen Neubau ablehnt.

Andere Anwesende verstanden den Einwand der parkenden Autos nicht, schließlich gäbe es dann eine entsprechende Beschilderung.

Eine Einigung wurde im öffentlichen Teil der Sitzung nicht gefunden. Aber Rojahn sagte noch: „Es wurde schon über alles geredet, von Umbau bis Neubau auf beiden Grundstücken. Wir können weiter streiten, dann wird es aber wohl nie ein neues Gerätehaus geben.“