Niegripp l „So schön hatten wir es noch nie, sogar mit Feuerwerk“, sagte eine tapfere Schwimmerin, als sie am Sonntagvormittag aus dem Wasser kam. Es war auch ein besonderer Anlass, immerhin zum 20. Mal veranstalteten die Ihle-Röwer ihr Weihnachtsschwimmen, erstmals im Niegripper See.

13 trauen sich

Die Wassertemperatur betrug gerade einmal drei Grad, die Luft war nur zwei Grad wärmer, als die mutigen Eisbader um Horst Leidokat mit dem Kommando „Eis frei!“ um kurz nach 10 Uhr in die Fluten tauchten. Ein gutes Dutzend, genau 13, machte mit.

„Der Kopf muss wollen, das Herz muss können“, verriet Heike Zeuch die beiden wichtigsten Zutaten für ein gelungenes Eisbaden. Sie war vor einigen Jahren von ihrem Sohn dazu überredet worden, mitzumachen, ist dabeigeblieben. Einmal in der Woche treffen sich die Eisbader zwischen Oktober und März, „man muss es auch durchziehen“, meinte Zeuch.

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Im eiskalten Wasser dösen

„Wenn man erstmal eine Minute im Wasser ist, fängt man an zu dösen“, sagte der Eisbader, der es mit deutlich über fünf Minuten am längsten ausgehalten hat, und einfach nur Guido genannt werden wollte. Das Gruppengefühl sei ein weiterer ganz toller Aspekt und beim 20-Jährigen natürlich die vielen Zuschauer. „Ich hoffe, dass im nächsten Jahr noch mehr dabei sind, auch im Wasser“, meinte er und rief: „Jetzt gibt,s erstmal ,nen Glühwein“.

Vielleicht machen André und Barbara Pieper im kommenden Jahr mit. Gestern waren die beiden Gerwischer Zuschauer. „Wir sind im Sommer Dauercamper, der Niegripper See ist unser Domizil“, schwärmte Barbara Pieper. Ein Handtuch hätte sie dabei gehabt, sei dann aber doch vor der Kälte zurückgeschreckt. „Mit den Händen war ich aber schon drin“, fügte sie schmunzelnd hinzu.