Schartau l In den vergangenen Wochen mussten die Hunde im Burger Tierheim in Schartau auf Auslauf außerhalb verzichten. Wegen der Corona-Pandemie konnten die Gassi-Gehern die Hunde nicht zu ihren regelmäßigen Runden abholen und ausführen.

Nach der langen Wartezeit war die Begeisterung bei den Hunden umso größer, als sie endlich wieder einige Runden mit den ihnen vertrauten Menschen drehen konnten. „Bei den Hunden, die ihre Gassi-Geher lange nicht gesehen hatten, war die Freude auf beiden Seiten natürlich groß und Herz erweichend“, berichtet Astrid Finger, Leiterin des Tierheims des Tierschutzvereins Burg und Umgebung.

Nur für Stamm-Gassi-Geher

Seit einigen Tagen ist es nun wieder für die Stamm-Gassi-Geher erlaubt, mit Tieren spazieren zu gehen. Aber auch jetzt gibt es noch Einschränkungen. Dies ist nur für die Personen möglich, die auch schon vor der Corona-Pandemie über einen längeren Zeitraum mit den Schützlingen unterwegs waren. „Für alle, die immer mal spontan von Zeit zu Zeit vorbeigekommen sind und immer einen anderen Hund hatten, gilt dies noch nicht“, erläutert die Tierheimleiterin.

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Die Gassi-Geher melden sich im Vorfeld telefonisch beim Tierheim und klären dort einen Termin ab, wann sie für einen Spaziergang mit Tier vorbeikommen können. Die Hundeliebhaber können nur allein oder auch zu zweit zum Tierheim kommen.

Mundschutz ist Pflicht

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben muss bei dem Besuch des Tierheims und dem Abholen und Zurückbringen des Tieres ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Diesen müssen die Hundefreunde selbst mitbringen, da das Tierheim keine dieser Masken zur Verfügung stellen kann. Das Angebot wurde trotzdem schon sehr gut angenommen, am Wochenende waren viele interessierte Gassi-Geher zu Gast im Tierheim, um ihre Lieblinge nach einigen Wochen endlich einmal wieder zu sehen, sie zu streicheln und mit ihnen beim Spazierengehen zu tollen und zu spielen, erzählt Astrid Finger.

„Alle anderen Besucher bitten wir weiterhin um Geduld, nach wie vor muss leider von spontanen Besuchen bei uns Abstand genommen werden“, bedauert Astrid Finger. Denn es müssen weiter Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Etwa die Abstandsregelung.

Spontane Besuche noch nicht möglich

„Unsere Stammleute bringen entweder ihre eigenen Leinen mit und dürfen zur Zeit ihren Liebling alleine aus seinem Zimmer holen, so dass der Kontakt mit uns Pflegern nur aus der Ferne erfolgt“, erklärt sie den Ablauf. Auf diese Weise haben die Gassi-Geher und die Pfleger untereinander keinen Kontakt, sodass eine Infektion mit dem Coronavirus nicht stattfinden kann.

Es hätten aber einige Familien mit Kindern gern das Tierheim für Ausflüge besucht, die konnten nicht stattfinden. Falls sich jemand für ein bestimmtes Tier interessiere, könne aber telefonisch oder online ein Termin vereinbart werden, um für das Tier möglicherweise ein neues Zuhause zu finden, betont Astrid Finger.

Helfen auf eine andere Art

Tierfreunde können aber das Tierheim auch auf andere Weise unterstützen. „Wir freuen uns natürlich über Spenden aller Art. Futter und Sachspenden können nach telefonischer Anmeldung gerne vorbei gebracht werden. Die Übergabe erfolgt dann auf Abstand auf dem Hof“, erläutert Astrid Finger. „Auch Geldspenden sind herzlich willkommen dazu wäre es schön wenn die Spender das Geld auf unser Spendenkonto, welches sie auf unserer Internetseite finden, einzahlen. Bei Angabe ihrer Anschrift gibt es automatisch eine Spendenquittung und natürlich ein Dankeschön.“

„Wir hoffen sehr, dass bald alles wieder normal läuft, müssen dieses aber von den Vorgaben der Landesregierung abhängig machen“, sagt die Tierheimleiterin.