1025 Jahre Ziepel

Ziepel wurde 992 in der Urkunde Kaiser Ottos III. als „Sipli“ genannt. Der Ort lag damals weiter nördlich an der Grenze der Gemarkung Wörmlitz und Stegelitz. An der Stelle der heutigen Ortslage befand sich Dudendorf, ein Ort, den flämische Siedler im 12. Jahrhundert in der noch heute erkennbaren Form neu anlegten.

Am 25. April 1636 wurde das Dorf durch Söldner vollständig zerstört. Erst nach 30 Jahren waren die Höfe wieder bewohnt und aufgebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden zahlreiche Umsiedler in Ziepel eine neue Heimat. Um das große „Volkseigene Gut Kampf“ entwickelte sich die Ortschaft zu einem schmucken Dorf. So entstanden viele Siedlungshäuser. Durch Eingemeindung ist Ziepel seit 1. Januar 2003 eine Ortschaft der Stadt Möckern.

Ziepel l Am Wochenende vom 23. bis 25. Juni feiert ganz Ziepel den Geburtstag der Ortschaft, die im Jahr 992 erstmals in einer Urkunde Kaiser Ottos III. als „Sipli“ erwähnt wurde.

Seit dem vergangenen Jahr sitzt das Organisationsteam zusammen, um eine runde Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Ziepels Ortsbürgermeister Wolfgang Koch freut sich, dass die Vorbereitungen des Festwochenende auf breiten Schultern ruhen: „Alle Vereine des Ortes sind einbezogen, der Spiel-, Spaß- und Blödelverein, der Kunstklub, die Rentner, die Freiwillige Feuerwehr, die Kirche.“

Programm in Arbeit

Schon stehen die Eckpfeiler für das Programm der drei Festtage. Am Freitag um 17 Uhr soll eine Festveranstaltung in der Ziepeler Kirche erfolgen, danach geht es zum Fußballplatz, wo nach einem Freundschaftsspiel eine Tanzveranstaltung mit Live-Band im Festzelt stattfinden wird.

Am Sonnabend gibt es ein Programm für die ganze Familie. Man werde sich dabei an dem Angebot der Maifeierlichkeiten orientieren, so Wolfgang Koch. Das bedeutet Spiel, Spaß und Sport. Darüber hinaus soll es beim Dorfgemeinschaftshaus einen Historischen Markt geben. Am Abend erfährt – wiederum im Festzelt – die „Oldie-Parte“ des Spiel-, Spaß- und Blödelvereines seine 1025-Jubiläums-Ausgabe. Der Kartenvorverkauf soll früh beginnen, die Karten für die Veranstaltung dürften sehr gefragt sein, schätzt der Ortsbürgermeister.

Am Sonntag wird vormittags zum Frühschoppen mit Blasmusik eingeladen. An allen drei Tagen soll eine „Ziepel-Lotterie“ stattfinden. Koch verspricht „interessante Preise“.

Song fürs Dorf

Premiere hat bei den Feierlichkeiten auch der „Ziepel-Song“. Der in Ziepel lebende Musiker Arnulf Wenning studiert derzeit das Stück mit den Jugendlichen des Kunstklubs Ziepel ein. Der Jugendclub bereitet auch eine Fotoausstellung für die Festtage im Gemeinschaftshaus vor.

Wenngleich man sich viel vorgenommen hat für das Ortsjubiläum – einen Umzug soll es nicht geben. Die Idee stand im Raum, aber man entschied sich mehrheitlich dagegen, berichtet Wolfgang Koch.

Der Ortschef weiß auch, dass immer noch von der Jubiläumsfeier zum 1000. Ortsgeburtstag gesprochen wird. Aber die damalige Feier möge bitte nicht als Maßstab genommen werden, „das waren doch andere Möglichkeiten damals“, so Koch.

Konkurrenz durchs Parkfest?

Weil neben Ziepel auch die Nachbarorte Büden und Wörmlitz in der eingangs erwähnten Urkunde von Kaiser Otto III. erwähnt wurden und demzufolge auch diese drei Orte in diesem Jahr groß etwas zu feiern haben, bestand natürlich die Gefahr von Überschneidungen. Man habe aber Absprachen treffen können, so dass es keine Terminüberschneidungen gibt, so Koch.

Trotz der Planungen kommt es jedoch zu einer Terminüberschneidung im Gebiet der Einheitsgemeinde. Denn am gleichen Wochenende findet in Möckern das alljährliche Parkfest statt.