IT-Sicherheit

Hackerangriff nicht auszuschließen

Kreisverwaltung im Jerichower Land ist sich Restrisikos trotz zahlreicher Sicherheitsvorkehrungen bewusst

Von Thomas Pusch
Ein Hackerangriff wie auf die Verwaltung Anhalt-Bitterfeld kann auch für das Jerichower Land nicht ausgeschlossen werden.
Ein Hackerangriff wie auf die Verwaltung Anhalt-Bitterfeld kann auch für das Jerichower Land nicht ausgeschlossen werden. Symbolfoto: dpa

Burg - Die Kreisverwaltung von Anhalt-Bitterfeld hat sich nach dem Hackerangriff (Volksstimme berichtete) noch nicht vollständig erholt. Dass ein ähnlicher Vorfall trotz aller Sicherungsmaßnahmen auch im Landkreis Jerichower Land nicht ausgeschlossen werden kann, ergab eine Nachfrage in der Verwaltung.

„Der Landkreis orientiert sich bei der Absicherung der IT-Systeme an den Empfehlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik“, so die Grundsätzliche Antwort von Kreissprecherin Claudia Hopf-Koßmann. Die Maßnahmen seien sehr umfangreich und betreffen alle Bereiche der Verwaltung.

Es beginne beim Schutz der Technikräume vor unbefugtem Zutritt, gehe über die sorgfältige Auswahl und Schulung des Personals bis hin zu technischen Maßnahmen wie mehrstufigen Firewall-Systemen und Virenscannern.

Dabei handele es sich um ein Maßnahmenpaket, das ständig in Bewegung sei. „IT-Sicherheit ist keine einzelne Maßnahme, die irgendwann abgeschlossen ist, sondern ein fortlaufender Prozess, an dem täglich gearbeitet werden muss. Dabei sind alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Verwaltung in der Verantwortung.“

Mitarbeiter werden regelmäßig geschult

Dafür gebe es auch Schulungen, um sicherheitsrelevante Fehler zu vermeiden. Sie finden über Veröffentlichungen im Intranet, persönliche Einweisungen durch das Sachgebiet IT-Service oder auch online statt, wie kürzlich zum Datenschutz.

Da die Ursachen des Hackerangriffs von den in Anhalt-Bitterfeld eingesetzten Experten noch nicht abschließend geklärt werden konnten, seien in der Kreisverwaltung noch keine konkreten Gegenmaßnahmen ergriffen worden. „Natürlich werden nach einem solchen Zwischenfall die eigenen Sicherheits- und Notfallkonzepte überprüft und gegebenenfalls nachgeschärft“, so die Sprecherin. Der Landkreis hat Rahmenverträge mit externen Partnern abgeschlossen, um im Vorfeld Schwachstellen zu identifizieren und im Ernstfall schnell professionelle Hilfe zu erhalten. Trotz aller Umsicht und technischer Maßnahmen könne niemand eine solchen Angriff vollständig ausschließen. „Man kann das Risiko nur so klein wie möglich halten“, fasste Hopf-Koßmann zusammen.