Burg l Besser könnte die Ausgangslage für das Cornelius-Werk in Burg nicht sein. Auf dem eigenen Gelände zwischen dem modernen Gebäude des betreuten Wohnens und dem Seniorenheim sind die Baugruben bereits ausgehoben und umzäunt, ein mächtiger Kran steht bereit, um die schweren Betonteile zu heben. Das milde Wetter spielt den Tiefbauern ebenso in die Hände wie der Leitung der Einrichtung. „So kann der Zeitplan eingehalten werden“, sagt Andreas Bethge, Geschäftsführer des Bereiches Altenhilfe. Immerhin werden in den kommenden Monaten zwei neue, vier-etagige Häuser mit jeweils 16 beziehungsweise 19 betreuten Wohnungen hochgezogen. Dafür und für eine zeitgemäße Tagespflegeeinrichtung werden 4,5 Millionen Euro investiert.

Der Grund liegt auf der Hand: „Die Nachfrage nach solchen Wohnungen ist angesichts der großen Anzahl an älteren Menschen in Burg und der Umgebung sehr groß. Wir haben eine Warteliste und könnten theoretisch noch mehr bauen“, sagt Bethge. Gerade diese Art des selbstbestimmten Lebens in einem Umfeld, in dem auch bestimmte Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden können, ist für viele Menschen eine sichere Alternative. „Und die 45 bis 50 Quadratmeter großen Zwei-Raum-Wohnungen groß genug.“

Ruhige Gegend und gute Lage

Für Bethge und Heimleiterin Simona Köhler-Lorenz bietet das Vorhaben ganz in der Nähe zum Goethepark, Bahnhof oder zur Innenstadt viele Vorteile für die künftigen Bewohner. Sie leben in einer ruhigen Gegend, können beispielsweise einige Jahre in ihren betreuten Wohnungen verbringen und später im fortgeschrittenen Alter oder einer Krankheit in den Pflegebereich wechseln. „Alles liegt beieinander und ist bekannt. Auch eine Arztpraxis ist in dem Heim integriert. Die Bewohner müssen nur das Gebäude wechseln und werden entsprechend umsorgt“, sagt Köhler-Lorenz.

In diesem Zusammenhang plant das Cornelius-Werk auch, dass die Bewohner des Käthe-Kollwitz-Hauses in der Waldstraße (Gut Lüben), eine Spezialeinrichtung für Demenzkranke, nach Fertigstellung in den darauf folgenden zwei, drei Jahren mit in den Komplex des Altenheims wechseln. Auf diese Weise könnten die Arbeitsabläufe auch personell noch besser koordiniert werden.

Zeitplan soll eingehalten werden

In den kommenden Wochen werden immer mehr Bauarbeiter mit in den Ablauf integriert. Dass der eng gestrickte Zeitplan eingehalten wird, davon sind Bethge und Köhler-Lorenz überzeugt. „Wir haben schließlich auch dasselbe Burger Architekturbüro gebunden, das für den ersten Bau des betreuten Wohnens verantwortlich war und auf viele Erfahrungen zurückgreifen kann“, so der Geschäftsführer. In diesem Haus stehen 58 Appartements in unterschiedlichen Größen zur Verfügung. Sie sind barrierefrei ausgestattet und verfügen über einen Balkon und ein Notruf- system. Im gegenüberliegenden Seniorenheim gibt es vier stationäre Wohnbereiche für 88 Senioren. In dem markanten Gebäude gibt es Einzelzimmer, inklusive Balkon und barrierefreiem Sanitärbereich.

Das Cornelius-Werk beschäftigt im Bereich der Altenpflege rund 200 Mitarbeiter, in Burg davon etwa 100.