Burg l Die Drei haben handwerkliches Geschick: Harald Zimmer, Karl-Heinz Seeger und Rolf Gädke sind ein eingespieltes Team. Während der eine als Fachmann Leitungen verlegt, sind die anderen dabei, Sammlungsstücke zu ordnen. Eine aufwendige Arbeit, die demnächst beendet wird. Schließlich soll auf dem Gelände des Burger Heimatvereins in der Hainstraße nach den bisherigen Sanierungsarbeiten ab Mai wieder Leben einziehen. „Denn wir freuen uns natürlich auf zahlreiche Besucher, die ein Stück Stadtgeschichte erleben wollen und dabei im Komplex der historischen Gerberei gut aufgehoben sind“, sagt Vorstandsmitglied Karin Zimmer.

Zünftiges Hoffest

Zum Hoffest am Dienstag, 1. Mai, werden nämlich eine vollkommen neue Dauerausstellung „Garnisonsgeschichte Burg von 1713 bis heute“, eine Sonderausstellung zu den Lazaretts und Offiziersgefangenenlagern von 1914 bis 1918 und eine Sonderausstellung „Historische Fundstücke“, die im Stadtgebiet bei Bauarbeiten entdeckt wurden, eröffnet. Speziell dafür wird zurzeit noch emsig gewirbelt.

Allein die etwa neun Kenner der umfassenden Militärhistorie treffen sich regelmäßig alle zwei Wochen, um Details zu besprechen und die neun Vitrinen, allesamt Marke Eigenbau, zu bestücken. „Die Gäste können sich dabei über einen reichhaltigen Fundus freuen“, verspricht Karin Zimmer. Die Ausstellungen im ehemaligen Werkstattgebäude der Gerberei können während der Landesgartenschau jeden Sonnabend von 13 bis 16 Uhr besichtigt werden. Darüber hinaus ist der Verein auch im Rahmen des so genannten „Grünen Klassenzimmers“ aktiv, um Kindern die Historie Burgs nahe zu bringen.

Historie vermitteln

Diesem Anspruch, die Geschichte der Stadt aufzuarbeiten und zu vermitteln, sei der Verein auch im vergangenen Jahr gerecht geworden, resümierte der Vorstand auf seiner Mitgliederversammlung. Dafür standen unter anderem die Sonderausstellungen im Hochständerhaus zu den Themen „Das Kriegsende in Burg und Umgebung im Mai 1945“ sowie „Gesiegelt und gestempelt“, die allerdings wegen der Gebäudeinstandhaltung vorzeitig beendet werden mussten. „Mit aktuell 50 Mitgliedern, wobei Nachwuchs immer willkommen ist, hat der Verein 2017 trotz der Hindernisse und der Arbeiten an Hainstraße 11 und 12 sowie am Kuhturm vielfältige Veranstaltungen und fast 90 Stadtführungen sowie sieben Adventslesungen im Berliner Torturm für fast 5000 Besucher durchgeführt“, bilanzierte Zimmer. Durch die aktive Unterstützung der Stadt und die Spendenbereitschaft sei es zudem gelungen, die Darlehensverbindlichkeiten „bis auf einen überschaubaren Restbetrag zu tilgen“.

Auch bei der Ausbildung der Gästeführer für die Landesgartenschau stand der Heimatverein mit zwei Mitgliedern Pate. Alle Teilnehmer haben mittlerweile ihre Prüfungen erfolgreiche abgelegt und werden ab Sonnabend über die Laga-Flächen und die Altstadt führen.

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