Hort unterwegs

Hortkinder lernen einer Gärtnerei in Möser die Pflanzenwelt kennen

Pflanzen sind allgegenwärtig, aber sie zu benennen und zu wissen, welche Früchte sie tragen, ist nicht ganz einfach. Einen Einblick in die Welt der Pflanzen bekamen die Hortkinder in Möser bei einem Besuch in einer Gärtnerei.

Die achtjährige Tyra Lee mag alle Pflanzen. Deswegen war der Besuch in der Gärtnerei für sie ein tolles Abenteuer.
Die achtjährige Tyra Lee mag alle Pflanzen. Deswegen war der Besuch in der Gärtnerei für sie ein tolles Abenteuer. Foto: Nicole Grandt
Marianne Wilz zeigt den Kindern aus dem Hort Möser, wie Pflanzen eingetopft werden.
Marianne Wilz zeigt den Kindern aus dem Hort Möser, wie Pflanzen eingetopft werden.
Foto: Nicole Grandt

Der siebenjährige Maximilian mag am liebsten Nudeln mit Tomatensoße. Deswegen interessiert ihn der Besuch in der Gärtnerei Bruchmüller in Möser ganz besonders, denn dort wird er unter anderem Tomatenpflanzen kennenlernen. „Das ist richtig toll und macht total viel Spaß“, freut sich der Grundschüler, während er Erde in einen Topf schaufelt, in dem seine Tomatenpflanze einen Platz finden soll. „Ich habe auch richtig viel gelernt, ich wusste zum Beispiel nicht, dass es Kirschtomaten gibt, das sind ganz kleine Tomaten“, gibt der Junge sein neues Wissen weiter.

Pflanzen einmal hautnah kennenlernen

Maximilian ist nicht das einzige Kind, das an diesem Tag die Gärtnerei besucht. Insgesamt  rund 30 Kinder üben sich als Nachwuchs-Gärtner. Der Besuch ist eine Aktion des Hortes Möser. „Wir haben in den Pfingstferien das Thema Natur geplant“, erklärt Hort-Leiterin Linda Arndt. Die Gärtnerei unterstützt den Hort jedes Jahr bei Ferien-Aktionen, berichtet Marianne Wilz, die die Kinder betreut und ihnen einen Einblick in die Welt der Pflanzen gewährt. „Wir machen das regelmäßig, ich finde das wirklich toll, wie begeistert die Kinder sind. Sie lernen nicht nur unterschiedliche Pflanzen kennen, sie dürfen auch selbst Hand anlegen“, erklärt die Gärtnerin. „Normalerweise haben wir das so organisiert, dass wir mit einer Auswahl an Pflanzen in den Hort gefahren sind und die Ferienaktion dort durchgeführt haben, aber in diesem Jahr geht das wegen der Corona-Pandemie ja nicht.“

Von der Pflanze direkt in den Mund

Ausfallen sollte das Pflanzen-Abenteuer aber nicht. „Wir haben dann umgeplant, wir sind nicht zu den Kindern gefahren, sie kommen in diesem Jahr zu uns“, berichtet die Gärtnerin. Damit es in der Gärtnerei nicht zu voll wurde, sind die Hort-Kinder gestaffelt in mehreren Gruppen gekommen. Sie scharen sich um einen Tisch und lauschen gebannt, was Marianne Wilz ihnen zu berichten hat. In diesem Jahr hat sie das Motto „Snack-Pflanzen“ ausgewählt, dies bedeutet, dass die Kinder Pflanzen kennenlernen, deren Früchte sie sich nach der Ernte direkt in den Mund stecken können. Wie beispielsweise Maximilians geliebte Tomaten. Dies sind aber nicht seine einzigen Favoriten. „Außerdem mag ich Erdbeeren total gern“, strahlt der Junge. Auch diese Pflanzen lernen die Kinder kennen. „Manche Kinder nehmen ja jedes Jahr an Ferienfreizeiten des Hortes teil, deswegen versuche ich, mir immer wieder etwas neues auszudenken, damit sich die Themen nicht wiederholen und es für die Kinder nicht langweilig wird“, erklärt Marianne Wilz.

Erinnerungen und Pflanzen als Souvenir

Eine spezielle Lieblingspflanze hat die achtjährige Tyra Lee nicht. „Ich mag alle Pflanzen“, meint die Grundschülerin bestimmt. Sie war bereits in vorherigen Jahren bei der Ferienbetreuung des Hortes Möser und hat nur gute Erinnerungen. „Das ist jedes Jahr total spannend und macht richtig Spaß“, berichtet sie.

Am Ende der Aktion nehmen die Kinder allerdings nicht nur jede Menge neues Wissen mit nach Hause, sondern auch die Pflanzen, die sie unter Aufsicht von Marianne Wilz eingetopft haben. Somit haben sie eine Erinnerung an den Ferientag und können nach etwas Wartezeit buchstäblich die Früchte ihrer Arbeit ernten.