Menz l Auf der künftigen Bodenplatte der Feuerwehrgaragen wurde am Freitagvormittag der erste Spatenstich für den Anbau an das Bürgerhaus vollzogen. Die Leitzkauer Baufirma Bartonitz & Weider hatte einen kleinen Bagger mitgebracht, den Ortswehrleiter Mathias Seidler nach kurzer Einführung von Frank Krause, der die Baumaschine eigentlich bedient, ziemlich gekonnt für den ersten Aushub nutzte.

Bisher keine idealen Bedingungen

Jahrelang hatten sich Feuerwehr, Ortschaft und Stadt um eine Verbesserung der räumlichen Situation bemüht. Das jetzige Feuerwehrgerätehaus in der Dorfstraße entspricht nicht den Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse. Das Gebäude ist viel zu klein und bietet auch nur einen Stellplatz, der für das Löschfahrzeug genutzt wird. Das Mannschaftstransportfahrzeug steht bereits am Bürgerhaus unter. Für Einsätze sind Fahrzeuge an zwei Standorten keine idealen Bedingungen.

Mit dem Anbau des Gerätehauses an das Bürgerhaus, der ehemaligen Konsumverkaufsstelle in Menz, entsteht ein „multifunktioniales Gemeindezentrum“, wie es Bürgermeister Jens Hünerbein ausdrückte, das Ortschaft, Bauhof und Feuerwehr gleichzeitig nutzen.

Bier zur Einweihung

Im Frühjahr hatte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) einen Fördermittelbescheid in Höhe von 160.000 Euro für den Anbau mitgebracht und obendrein das Versprechen, zur Einweihung das Bier zu spendieren. Wenn der Bau planmäßig verläuft, ist mit der Fertigstellung im ersten Halbjahr des nächsten Jahres zu rechnen. Dann zählen die Menzer nicht nur auf den Innenminister, sondern auch auf den Landtagsabgeordneten Dietmar Krause (CDU), der zur Einweihungsfeier die Würstchen mitbringen wollte.

Mit Gesamtkosten in Höhe von rund einer halben Million Euro wird es das größte Hochbauvorhaben seiner siebenjährigen Amtszeit, sagte Jens Hünerbein. „Es ist gut angelegtes Geld im Sinne der Sicherheit unserer Bürger.“ Mit der Leitzkauer Firma bleibe das Geld obendrein in der Region.

Anbau dringend notwendig

„Wir haben eine gute Feuerwehr“, sagte Ortsbürgermeisterin Magrit Peters (CDU). Der Anbau sei dringend notwendig, weil das bisherige Gerätehaus wirklich viel zu beengt sei.

„Wir freuen uns riesig drauf“, sagte Mathias Seidler. Seiner Andeutung, dass sich die Ortsfeuerwehr „gerätemäßig erweitern“ könnte, nahm der Bürgermeister gleich den Wind aus den Segeln. Mit dem Löschfahrzeug und dem Mannschaftstransportfahrzeug sei die Ortsfeuerwehr für ihre Aufgaben zweckmäßig ausgestattet. Ein neues Löschfahrzeug (oder Mannschaftstransportwagen) gebe es 25 Jahre nach Indienststellung, wenn es die Stadtkasse hergebe. So hat es der Stadtrat in der Bedarfsanalyse geregelt. In diesem Jahr ist die Ortsfeuerwehr Karith mit einer Ersatzbeschaffung an der Reihe. Weil die Wartezeit inzwischen jedoch ein Jahr beträgt, dauert es voraussichtlich noch bis Mai 2020, bis das neue Fahrzeug in Karith in Dienst gestellt werden kann.