Burg l Spannung lag im Kinosaal des Burg-Theaters. 30 Jugendliche aus fünf Nationen konnten die Premiere ihrer ersten eigenen Filme kaum erwarten. Sie waren Teil des Jugendfilmprojektes „Mix It“, das Schüler mit und ohne Fluchtgeschichte über das Medium Film zusammenbrachte. In einer Woche entstanden so drei Kurzfilme, die Burg zur Filmkulisse machten.

Drehorte waren unter anderem die Conrad-Tack-Schule, das Soziokulturelle Zentrum oder die Schartauer Straße. Dabei beschäftigten sich die Schüler mit dem Thema Veränderung, entwickelten Ideen und gingen an die filmische Umsetzung. Auch die musikalische Untermalung gestalteten sie selbst.

Ein Film beschäftigte sich mit guten Nachrichten aus Burg. „Heute wurde ein Mädchen erstmals nicht wegen ihres Kopftuches schief angesehen“ lautete eine der guten Nachrichten aus Burg. Eine andere Gruppe tanzte an öffentlichen Plätzen in Burg eine einstudierte Choreografie. Eine letzte verdeutlichte das Thema Veränderung mit der Veränderung des Gesichtes. Deswegen bissen die Darsteller in eine Zitrone und filmten die Veränderung der Mimik.

Multikulturelle Arbeit

Die Jugendlichen, die unter anderem aus Deutschland, Somalia und Ägypten stammen, drehten die Szenen gemeinsam. Das Ergebnis sahen sie am Montag im Burg-Theater. Die Stimmung war ausgelassen, die Jugendlichen lachten während der Premiere gemeinsam. „Bei den Burger Filmen sieht man, wie die Jugendlichen am Miteinander gewachsen sind“, sagt Gabriela Zorn, Projektleiterin des Projektes „Mix It“. Mehr als 300 Schüler hat das Projekt deutschlandweit zusammengebracht.

Ziel des Projektes ist es, den interkulturellen Dialog zwischen Jugendlichen zu fördern. Die Teilnehmer tauschen sich über Träume, Visionen und Hoffnungen aus – und machen dies zum Thema ihrer Filme. Für die Umsetzung hatten die Schüler der Conrad-Tack-Schule Medienpädagogen und professionelle Filmschaffende an ihrer Seite. Ab sofort können die Kurzfilme auf dem Videoportal Youtube angeschaut werden.

Die Kurzfilme sind auf dem Yotube-Kanal „Mix It! Filmprojekt“ zu sehen.