Friedhof Biederitz

Kay Gericke weist auf Regelungen bei Gemeinschaftsurnengräbern hin

Gemeinde weist auf Regelung bei Gemeinschaftsurnengräbern hin

Von Anke Reppin

Biederitz. Leider sei es sehr häufig vorgekommen, dass Schmuck, Gestecke, Kerzen und Blumen direkt auf den Urnengemeinschaftsanlagen der Friedhöfe in den Ortschaften abgestellt worden seien, sagt Gemeindebürgermeister Kay Gericke. Dies erschwere aber die Arbeit der Gemeindearbeiter, welche die Grünanlagen und eben auch die Gemeinschaftsanlagen aller Friedhöfe pflegen. Denn bevor beispielsweise gemäht werden kann, müssen die abgelegten Gestecke, Kerzen, Blumen, Herzen und anderer Schmuck erst einmal weggeräumt werden. Das kostet Zeit und führte in der Vergangenheit gelegentlich dazu, dass aus zeitlichen Gründen notwendige Mäh- oder Pflegearbeiten von Gemeinschaftsanlagen nicht stattfinden konnten.

Zwei Grabanlagen stehen zur Auswahl

In der Gemeinde Biederitz kann man zwischen zwei Gemeinschaftsanlagen wählen: Der anonymen Urnengemeinschaftsanlage und der Urnengemeinschaftsanlage mit Grabmal. Bei ersterer handelt es sich laut Satzung um „großflächig angelegte Grabstätten“, auf der die Urnen anonym bestattet werden. Das heißt, die genaue Bestattungsstelle wird nicht bekannt gegeben. Auswahl, Pflege, Gestaltung und Unterhaltung der Grabstätte obliegen der Biederitzer Friedhofsverwaltung.

Bei der Urnengemeinschaftsanlage mit Grabmal handelt es sich ebenfalls um eine gemeinschaftliche Grabfläche. In jeder dieser Grabstätten können zwei Urnenbeisetzungen erfolgen. Im Gegensatz zur anonymen Urnengemeinschaftsanlage werden die Grabstätten jedoch mit so genannten Grabdenkmälern ausgestattet. Auf diesen Platten sind die Namen der dort bestatteten Personen aufgeführt. Während die Gestaltung der Grabmale durch die Angehörigen erfolgt, obliegen auch hier Pflege und Unterhaltung der Grabstätten der Friedhofsverwaltung.

Bei beiden Gemeinschaftsanlagen ist es in der Gemeinde Biederitz nicht gestattet, direkt auf den Grünflächen und Grabstätten Schmuck und Blumen abzulegen. Hinweisschilder weisen an den Anlagen darauf hin, dass die Pflege der Grabstätten nicht abgesichert werden kann, wenn „Blumen oder Andenken jeglicher Art“ auf den Gemeinschaftsanlagen abgelegt werden. Für solchen Schmuck sind auf jedem Friedhof in den Ortschaften extra Ablageflächen eingerichtet worden. Auf dem Friedhof in Biederitz beispielsweise gibt es einen Gedenkstein, an dem Blumen, Kerzen und anderer Schmuck abgelegt werden können.

Die Änderung der Friedhofssatzung für die Gemeinde Biederitz nahm die Verwaltung nun zum Anlass, die Regelung auch explizit in die Satzung aufzunehmen. „Blumen , Kränze, Gestecke und andere Grabbeigaben sind ausschließlich auf einer gesondert ausgewiesenen Fläche abzulegen“, heißt es nun im Paragrafen 18 „Urnengemeinschaftsanlage mit Grabmal“ und im Paragrafen 19 „Anonyme Urnengemeinschaftsanlage“ in der Biederitzer Friedhofssatzung.

Gericke bittet darum, Ablageflächen zu nutzen

 „Wir haben das jetzt in der Satzung festgelegt und bitten die Angehörigen, die Ablageflächen zu nutzen“, betont Kay Gericke. Wer anderes wünsche, der dürfe nicht die Grabart Gemeinschaftsanlage wählen. Gericke bittet um Verständnis, dass dennoch abgelegter Schmuck gegebenenfalls entsorgt werde müsse, damit die Gemeindearbeiter die Pflege der Grünflächen durchführen können.

Ein Blick auf die Gemeinschaftsanlagen der Friedhöfe zeigt, Gerickes Hinweis ist notwendig. Jede Menge Blumen, Blumentöpfe und anderer Schmuck sind hier nach wie vor zu finden. Und weil die Gemeinde in der Vergangenheit mit Bitten und Hinweisen nicht viel Erfolg hatte, ist auch der Paragraf 33 „Ordnungswidrigkeiten“ der Friedhofssatzung geändert worden. Wer fahrlässig oder vorsätzlich gegen die neuen Passagen der Paragrafen 18 und 19 verstoße, der handele ordnungswidrig, heißt es dort. Das kann auch mit einer Geldstrafe einhergehen.