Burg l Dass am Sonnabend im Burger Roland-Gymnasium der „Tag der Toleranz“ stattfinden kann, daran haben auch etwa 20 Kinder und Jugendliche ihren Anteil, die die finanzielle Förderung des Projektes mit 3700 Euro aus dem Lokalen Aktionsplan (LAP) „Demokratie leben“ bestätigten. Sie hatten sich am Montag im Beratungsraum der Stadtverwaltung eingefunden, wo Stadtjugendpfleger René Teßmann zur Neubelebung des Kinder- und Jugendforums als Interessenvertretung der Sieben- bis 27-Jährigen in der Stadt Burg eingeladen hatte. Unterstützt wurde Teßmann dabei von den SPD-Stadträten Fabian Borghardt und Dominik Patté.

Breite Basis erwünscht

Der Stadtjugendpfleger wollte dem Kinder- und Jugendforum zu einer möglichst breiten Basis verhelfen, hatte Kinder- und Jugendliche aus Schulen, Sportvereinen, Kirchengemeinden, Jugendklubs usw. eingeladen und die Zusammenkunft unter das Motto „So wie die Kinder und Jugendlichen heute ihre Stadt erfahren, so werden sie sich morgen gegenüber dieser Stadt verhalten. Fühlen sie sich heute ernst genommen, so werden sie morgen selbst bereit sein, sich gegenüber ihrer Stadt verantwortlich zu zeigen“ gestellt. Es waren aber nicht nur die Schulsprecher aller Schulformen, Jugendvertreter der Kirchen, Jugendclubs der Stadt Burg und Jugendorganisationen der Parteien als ständige Mitglieder des Kinder- und Jugendforums eingeladen, sondern alle interessierten Kinder und Jugendliche im entsprechenden Alter.

20 Teilnehmer

Diese Einladung hatte nun, im Gegensatz zum ersten Anlauf im Oktober, Früchte getragen, so dass eine Runde aus etwa 20 jungen Leute zusammenfand, die unter anderem das Roland-Gymnasium, die evangelische Kirchengemeinde oder die Junge Union repräsentierten. René Teßmann und Fabian Borghardt forderten die versammelten Kinder und Jugendlichen auf, Jugendthemen an die Verwaltung (über René Teßmann) und an den Stadtrat (über Fabian Borghardt) heranzutragen. „Denn Jugendthemen werden bisher dürftig im Stadtrat behandelt“, so Borghardt.

Claudia Zens ist Vorsitzende

Den Kontakt zwischen den Kindern und Jugendlichen auf der einen sowie Stadtrat und Stadtverwaltung auf der anderen Seite soll ein vierköpfiger Sprecherrat halten, den das Kinder- und Jugendforum am Montag für eine Amtszeit von zwei Jahren wählte. Außer der Vorsitzenden Claudia Zens (17 Jahre, Schulsprecherin des Burger Roland-Gymnasiums) gehören ihm Jacob Zeuch (17 Jahre, BBS „Conrad Tack“, Junge Union), Jannis Kirchhof (15 Jahre, Gymnasiast) und Charlotte Faber (17 Jahre, Gymnasiastin, St.-Petri-Gemeinde) an.

Eine verantwortungsvolle Aufgabe hat das Kinder- und Jugendforum im Rahmen des Lokalen Aktionsplans (LAP), der Projekte mit Geld aus dem Bundesprogramm „Demokratie Leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ unterstützt.

Jährlich steht bis 2019 eine Summe von 55 000 Euro zur Verfügung, wovon 5000 Euro (Jugendfond) durch den Begleitausschuss auf Empfehlung des Kinder- und Jugendforums vergeben werden sollen.

Die Kinder und Jugendlichen haben so am Montag bereits drei Projekte auf dem Weg gebracht.

Außer der „Tag der Toleranz“ werden die Projekte „Gender Geocaching“ (520 Euro) und „Kochen mit dem Wörterbuch“ (580 Euro) gefördert.