Baumfällungen

Kinderwald ist noch nicht in Sicht: Ein Unternehmen wird noch für die Durchforstung dringend gesucht

Was macht eigentlich der vom Stadtrat befürwortete „Kinderwald“ für die Einheitsgemeinde Möckern? Das fragte die Volksstimme den Ideengeber Robert Waldmann.

Von Stephen Zechendorf
Um dieses Waldstück am Hohenziatzer Weg in Möckern zwischen Birkenweg und Pabsdorfer Weg geht es.
Um dieses Waldstück am Hohenziatzer Weg in Möckern zwischen Birkenweg und Pabsdorfer Weg geht es. Foto: St. Zechendorf

Möckern - Bereits im Jahr 2020 hatte Waldmann, Ortsbürgermeister von Reesdorf und Mitglied der Fraktion Wählergemeinschaft Fläming/Grüne im Stadtrat Möckern, die Idee vorgestellt: Für jedes neu geborene Kind der Einheitsgemeinde könnte man doch an zentraler Stelle einen Baum pflanzen. Bei erfahrungsgemäß durchschnittlich 100 Kindern pro Jahrgang in der Einheitsgemeinde käme da schnell ein ganzer Wald zusammen. Ein Kinderwald. „So etwas gibt es in ganz Deutschland nicht“, sagte Robert Waldmann damals und stieß in den Gremien auf Zustimmung.

Doch sichtbar passiert ist noch nichts in Sachen Kinderwald. Aktuell geht es eigentlich nur noch darum, ein geeignetes Unternehmen zu beauftragen, die dazu bestimmte Fläche auszulichten, so Robert Waldmann auf Volksstimme-Nachfrage.

Kahlschlag ist nicht vorgesehen

Das vorgesehene Areal gegenüber vom Freibad Möckern und der Kindertagesstätte „Birkenhain“ ist derzeit überwiegend mit Kiefern bewachsen. Etwa die Hälfte davon soll etwa entnommen werden, um den neu zu pflanzenden Bäumen Licht und Luft zu garantieren. Ein kompletter Kahlschlag sei aber nicht geplant.

Die Durchforstung sollte allerdings schnellstens und noch bis Ende Juni erfolgen, mahnt Robert Waldmann an. Denn die erforderlichen Forstmaschinen würden zeitnah alle zu Forstarbeiten in den Harz abgezogen werden, ist Waldmann überzeugt.

Start mit dem Jahrgang 2021 wäre noch möglich

Gepflanzt werden sollen im Möckeraner Kinderwald einheimische Laubbaumsorten, Buchen, Eichen, Linden. Außerdem sollen die jeweiligen „Bäume des Jahres“ den hier geplanten Rundweg säumen. Hinter dem jeweiligen „Baum des Jahres“ schließt sich das Baumfeld des jeweiligen Jahrgangs an. Die dortigen Bäume sollen aber nicht der jeweilige „Baum des Jahres“ sein. Vielleicht kann man sogar rückwirkend noch mit dem Jahrgang 2021 beginnen, hofft Robert Waldmann.

Angedacht ist es, am Zugang zu dem Kinderwald einen Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten und Material zum „wilden Klettern“ entstehen zu lassen.

Kosten sollen nach bisheriger Planung durch den Kinderwald nicht entstehen. Durch den Verkauf des ausgelichteten Holzes sei mit Einnahmen zu rechnen, so Waldmann bei einer früheren Projektvorstellung.

Auch eine intensive Pflege des Kinderwaldes sei nicht erforderlich. Es sei schließlich ein Wald und kein Park, so Waldmann.