Burg l Es war im Juli 2012, als der damalige Sozialminister Norbert Bischof (SPD) die kleinste Kita in der Leo-Tolstoi-Straße aufsuchte, mit den Jüngsten frühstückte und Hoffnung machte, dass die 1957 eingeweihte Einrichtung bald saniert werden könne. Seinerzeit stand das Projekt ganz oben auf der Prioritätenliste des Landes. Dann kam Sand ins Getriebe der Bürokratie.

Bis zur Übergabe des Fördermittelbescheides s

Von der Ankündigung bis zur tatsächlichen Übergabe des Fördermittelbescheides sind nun sieben Jahre vergangen – die Freude in der Kita ist dennoch riesengroß. „Was lange währt, wird endlich gut. Es ist toll, dass es nun bald wirklich losgeht“, sagt die stellvertretende Kita-Leiterin Anka Windrich. Und auch Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) ist froh, dass bald Hand angelegt werden kann. Denn die Sanierung der Kindereinrichtungen in der Kernstadt und den Ortschaften habe Priorität.

Insgesamt erhält die Stadt Burg eine Fördersumme in Höhe von mehr als 641.000 Euro. Dabei handelt es sich um Zuschüsse aus dem Stark-III-Programm und Mittel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (Efre). Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben belaufen sich auf mehr als 1,2 Millionen Euro. Und diesmal ist wirklich alles in trockenen Tüchern.

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Moderner baulicher und energetischer Standard

Nach entsprechenden Ausschreibungen werden die Arbeiten im Juni 2020 beginnen, versichert Ulf Petermann, Sachgebietsleiter Liegenschaften und Gebäudemanagement der Stadtverwaltung. „Wir rechnen bei dieser Komplettsanierung mit einer Bauzeit von mehr als einem Jahr.“ Dann können die 42 Jungen und Mädchen im Alter von zwei bis sechs Jahren eine Kita mit modernstem baulichen und energetischen Standard in Beschlag nehmen – unter anderem mit Fußbodenheizung, neuen Fenstern und Türen, Wärmedämmung, Sonnenschutzanlage, Heizung mit zeitgemäßer Brennwerttechnik und LED-Beleuchtung. Wobei der Grundriss völlig neu gestaltet wird. Der eingeschossige Flachbau wird über eine Nutzfläche von etwa 365 Quadratmetern mit drei Gruppenräumen verfügen. Die Kinder erhalten, nach Altersstufen getrennt, eigene Sanitärbereiche. Ein Büro für die Leiterin, einen gesonderten Umkleide- und Aufenthaltsraum für die fünf Erzieher und auch das Küchenpersonal, eine Ausgabeküche, einen kombinierten Bewegungs- und Schlafraum sowie einen Forscherraum wird es ebenfalls geben.

Das Haus wird darüber hinaus barrierearm gestaltet, kündigt Petermann an. „Der Zugang in das Haus und die Bewegungsfreiheit sind dann auch für Rollstuhlfahrer geeignet.“ Für sehbehinderte Kinder und auch Erwachsene werden mit Hilfe einer Hell-Dunkel-Gestaltung die Lage der Türen oder auch der Standort der Sanitärobjekte einfacher zu erfassen sein. Auch an das Außengelände mit seinen rund 3000 Quadratmetern wurde gedacht: Als Letztes sollen dann der Zaun und das Tor erneuert und die Grünflächen neu bepflanzt werden.